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Klimaschutz beginnt vor Ort – und gelingt nur gemeinsam. Das wurde bei der Abschlussveranstaltung zum Integrierten Klimaschutzkonzept und zur kommunalen Wärmeplanung der Gemeinde Kriftel am 17. September 2026 deutlich. Rund 50 Interessierte kamen in die Kleine Schwarzbachhalle, um sich über die Ergebnisse der beiden Konzepte, konkrete Handlungsmöglichkeiten und die nächsten Schritte zu informieren.
Bürgermeister Christian Seitz betonte, dass die Gemeinde wichtige Impulse setzen, Maßnahmen anstoßen und die Bürgerinnen und Bürger unterstützen könne. Gleichzeitig sei Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe. „Vieles kann und muss auch jeder Einzelne beitragen“, so Seitz.
Jan Mücke von der energielenker projects GmbH stellte die Ergebnisse der Treibhausgasbilanz, der Potenzialanalyse und der entwickelten Szenarien vor. Das Klimaschutzkonzept umfasst insgesamt 28 Maßnahmen und soll Verwaltung und Politik als langfristiger Fahrplan dienen.
Klimaschutzmanagerin Melanie Laier erläuterte den daraus entstandenen Maßnahmenkatalog. Auch die kommunale Wärmeplanung stand im Mittelpunkt. Georg Hiltl und Florian Bienias von der Syna GmbH informierten über die Ergebnisse und Perspektiven für eine klimafreundliche Wärmeversorgung. Markus Lämmer von der LandesEnergieAgentur Hessen (LEA) gab zudem einen Überblick über Fördermöglichkeiten für Heizungs- und Gebäudemodernisierung.
In der anschließenden Fragerunde ging es unter anderem um zusätzliche Straßenbäume, die bessere Nutzung von Wohnraum, den öffentlichen Nahverkehr und die Entwicklung des Festplatzes. An verschiedenen Informationsständen konnten sich die Besucherinnen und Besucher außerdem direkt mit Fachleuten austauschen.
Mit der Veranstaltung ist der Klimaschutzprozess in Kriftel nicht abgeschlossen. Das Konzept bildet vielmehr den Auftakt für einen langfristigen Weg zur Treibhausgasneutralität bis 2045. Dafür braucht es das Zusammenspiel von Gemeinde, Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen.
Wer sich weiter informieren und konkrete Möglichkeiten kennenlernen möchte, ist am Donnerstag, 26. November, um 19 Uhr im Krifteler Rathaus willkommen: Beim Infoabend „Bürger-Energiegenossenschaft und Energieberatung“ informiert die Gemeinde gemeinsam mit der Energiegenossenschaft SolarInvest Main-Taunus über Möglichkeiten rund um Energie, Klimaschutz und Beratung.
Ende Mai hat die Gemeinde Kriftel ihr Klimaschutzkonzept fertiggestellt. Anfang September wurde die Umsetzung der darin enthaltenen Klimaschutz-Maßnahmen offiziell von der Gemeindevertretung beschlossen. Damit ist ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu mehr Klimaschutz in Kriftel erreicht worden.
Das Klimaschutzkonzept dient als Fahrplan für die kommenden Jahre und zeigt auf, wie die Gemeinde bis zum Jahr 2045 die gesetzlich vorgeschriebene Treibhausgasneutralität erreichen kann. Es verdeutlicht, welche Möglichkeiten zur Minderung von Treibhausgasemissionen bestehen und welche Maßnahmen es hierfür umzusetzen gilt. Herzstück des Konzepts ist ein Maßnahmenkatalog mit insgesamt 28 Maßnahmen, die fünf verschiedenen Handlungsfeldern zugeordnet sind. Diese sollen in den kommenden Jahren Schritt für Schritt umgesetzt werden. Gleichzeitig bleibt Klimaschutz eine Gemeinschaftsaufgabe, die vom Engagement vieler lebt und nur gemeinsam mit der aktiven Unterstützung der Bürgerinnen und Bürger gelingen kann.

Die Gemeinde Kriftel hat 2024 die Erstellung eines Integrierten Klimaschutzkonzepts (iKSK) gestartet. Seit Dezember 2024 unterstützt eine Klimaschutzmanagerin die Gemeinde dabei.
Ein wichtiger Bestandteil war die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger: Bei der Auftaktveranstaltung „Klimaschutz im Gespräch“ am 9. September 2025 und dem anschließenden Workshop konnten die Teilnehmenden ihre Ideen und Vorschläge zu Klimaschutz und Klimaanpassung einbringen. Dabei wurden insgesamt knapp 110 Vorschläge gesammelt.
An der anschließenden zweimonatigen Online-Umfrage „Klimaschutz in Kriftel“ beteiligten sich insgesamt 384 Personen. Davon schlossen 310 Personen die Umfrage vollständig ab. Zusätzlich konnten die Teilnehmenden ihre Ideen und Vorschläge über eine interaktive Ideenkarte direkt in Kriftel verorten.
Besonders wichtig waren den Teilnehmenden die Themen erneuerbare Energien, Mobilität, Bauen und Sanieren sowie Begrünung und Entsiegelung. 80 Prozent gaben an, dass Klimaschutz für sie einen hohen oder eher hohen Stellenwert hat. 65 Prozent können sich vorstellen, sich aktiv für den Klimaschutz zu engagieren.
Die zahlreichen Anregungen aus Workshop, Online-Umfrage und Ideenkarte sind in die Entwicklung des Maßnahmenkatalogs des Klimaschutzkonzepts eingeflossen.
Ausführliche Infos sind dem Pressetext (rechte Spalte) zu entnehmen.
Mit dem Klimaschutzkonzept werden die Strategien und Maßnahmen für den kommunalen Klimaschutz in den kommenden Jahren festgelegt. Dabei ist schon jetzt klar: die Gemeindeverwaltung wird die Herausforderungen des Klimawandels nicht allein stemmen können. Viele der Klimaschutzmaßnahmen können nur in Zusammenarbeit mit Bürgerinnen und Bürgern erfolgreich umgesetzt werden. Eine breite Teilhabe der Bevölkerung an der Erstellung des Klimaschutzkonzepts ist daher besonders wichtig.
Inhaltlich stellt ein Klimaschutzkonzept einen strategischen Fahrplan dar, um den Energieverbrauch zu senken, die Energieeffizienz zu steigern und den Anteil erneuerbarer Energien auszubauen. Zu Beginn wird eine umfassende Bestandsaufnahme in Form einer Energie- und Treibhausgas-Bilanz durchgeführt, Darauf aufbauend werden Einsparpotenziale identifiziert, die in konkrete Maßnahmen in verschiedenen Handlungsfeldern übersetzt werden – etwa in den Bereichen Gebäude, Mobilität, Strom- und Wärmeversorgung und erneuerbare Energien.
Neben der Definition von kurz-, mittel- und langfristigen Zielen umfasst ein Klimaschutzkonzept auch einen Zeitplan sowie Indikatoren zur Erfolgskontrolle. Durch die aktive Einbindung von Verwaltung, Politik, Wirtschaft und Bürgerschaft entsteht eine hohe Akzeptanz und Umsetzungsbereitschaft. Insgesamt bildet ein Klimaschutzkonzept die strategische Grundlage, um lokale Klimaschutzaktivitäten wirksam, nachhaltig und zukunftsorientiert zu gestalten.
Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bis hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

energielenker projects GmbH ist ein Energiedienstleister, der sich auf die Förderung der Energiewende in Deutschland konzentriert. Das Unternehmen bietet Dienstleistungen in den Bereichen Energieerzeugung, Mobilität, Gebäudeplanung und Umwelt an und richtet sich dabei an Kommunen und Unternehmen. Mit einem Fokus auf die Entwicklung nachhaltiger Projekte und die digitale Transformation unterstützt energielenker seine Kunden bei der Umsetzung von zukunftssicherer und klimafreundlicher Energieversorgung.