Existenzgründungen | Gemeinde Kriftel – Obstgarten des Vordertaunus
Eine Luftansicht von Kriftel - Am Horizont die Frankfurter Skyline, die Häuser von Kriftel und vorne das Hochfeld.

Starthilfe auf dem Weg zur Selbstständigkeit

Die Wirtschaftsberater mit Rathausspitze.

Einmal im Monat bietet die Gemeinde Kriftel in Zusammenarbeit mit dem Kelkheimer Verein zur Förderung von Existenzgründungen (VFE) Bürgerinnen und Bürgern, die sich beruflich selbständig machen möchten, kompetente Unterstützung an: An Gründungslotse Rainer Riedner - Diplom-Betriebswirt (FH), betrieblicher Gesundheitsmanager und zertifizierter Stress- und Burnout-Couch - können sich Menschen wenden, die Hilfe bei der Erstellung und Überprüfung eines Business- und Finanzplans benötigen. 

Die Sprechstunde im Krifteler Rathaus findet jeden zweiten Dienstag im Monat von 16 bis 19 Uhr statt. Interessent/innen müssen sich jedoch zuvor anmelden, und zwar bei Manuela Busse, Büro der Wirtschaftsförderung (Kontaktdaten siehe Box).

Vor zwei Jahren hatte der Krifteler Stress- und Burnout-Couch die Sprechstunde übernommen. Tätig ist er für den Kelkheimer Verein zur Förderung von Existenzgründungen. Bis August 2020 hatte noch der pensionierte Krifteler Bankdirektor Hans Bergmann 17 Jahre lang als „Wirtschaftspate“ hunderten Menschen dabei geholfen, beruflich auf die Beine zu kommen. Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Martin Mohr begrüßen das Angebot sehr: „Wir wollen uns für die Wirtschaft vor Ort weiter stark machen und Vernetzung vorantreiben!“

Der VFE besteht gegenwärtig aus 50 berufserfahrenen Mitgliedern und zehn Gründungs-Lotsen. Dazu gehören erfahrene Ruheständler, Jungunternehmerinnen und Jungunternehmer, Anwältinnen und Anwälte, Fachleute aus den Bereichen Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung sowie von IHK, Handwerkskammer und WI-Bank. „Die ausgewiesenen Gründungs-Lotsen unseres Vereins sind im gesamten Main-Taunus-Kreis ehrenamtlich tätig und bieten potenziellen Gründern kostenlose Unterstützung auf dem Weg in die Selbstständigkeit an. Auch die verschiedenen Arbeitsagenturen freuen sich und verweisen gerne auf uns“, so Eberhard Kolb, 1. Vorsitzender des VFE.

Gründungszuschuss nur nach amtlicher Bestätigung

Wer sich beruflich umorientieren und selbstständig machen möchte, kann einen Gründungszuschuss beantragen: Dafür wird allerdings ein Tragfähigkeitsbestätigung gebraucht, die der Verein als anerkannte, sogenannte fachkundige Stelle ausstellen darf. Geklärt werden zum Beispiel folgende Fragen: Wer gehört zur Zielgruppe? Sind Produkt/Dienstleistung/Standort gut? Gibt es genug Kapital? Wo bekommt man Kapital? Schätzt der oder die Gründende die Umsätze richtig ein? Häufig sind dann noch weitere drei bis vier Treffen auch online notwendig, um alles abzuklopfen und Businessplan und Finanzplan auf solide Beine zu stellen.

Gearbeitet wird stets nach dem Vier-Augen-Prinzip: Wenn ein Lotse sein „Ja“ zu einem Geschäftsmodell gibt, muss zunächst noch einer der Kollegen unabhängig prüfen und ebenfalls „Ja“ sagen. Alle zehn Lotsen des Vereins, die sich auch gegenseitig vertreten, sind „ausgelastet“. 2025 hat der VFE insgesamt 173 Erstgespräche geführt. 39 Gründerinnen und Gründer wurden bis zur Tragfähigkeit begleitet.

Künftig möchte der Verein an den Schulen verstärkt dem Nachwuchs wirtschaftliches Denken beibringen. „Auch weitere Lotsinnen und Lotsen werden dringend gesucht. 

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