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Dank an junge Integrationslotsin
Ministerin Hofmann dankte Krifteler Integrationslotsin Kübra Buch für ihren Einsatz
Integrationslotsinnen und -lotsen helfen Geflüchteten und Neuzugewanderten bereits seit 2005 im Rahmen des Landesprogramms WIR-Vielfalt und Teilhabe beim Ankommen in Hessens Kommunen und Kreisen und erleichtern den gesellschaftlichen Zugang. Seit 2016 werden ihre Verdienste und ihr Engagement jährlich mit einem Festakt im Wiesbadener Schloss Biebrich gewürdigt. Vergangene Woche hat die feierliche Veranstaltung zum zehnten Mal stattgefunden: Sozial- und Integrationsministerin Heike Hofmann empfing dabei mehr als 30 Lotsinnen und Lotsen in der Landeshauptstadt und dankte ihnen für ihre Arbeit und ihr Engagement, darunter auch die Kriftelerin Kübra Buch, die seit 2022 als Integrationslotsin tätig ist, seit 2024 zusätzlich als Gesundheitslotsin.
Kübra Buch selbst gehört bereits zur dritten Generation in Deutschland; ihre Großeltern kamen als Gastarbeiter nach Deutschland. „Gerade deshalb ist es mir ein persönliches Anliegen, einen Beitrag zur Integration und zum gesellschaftlichen Miteinander zu leisten“, betont die 26-Jährige. Nach Abschluss ihres Medizinmanagement-Studiums absolviert sie derzeit einen Masterstudiengang im Bereich Digitale Medizin. „Dank Ihrer vielfältigen Sprachkenntnisse können Sie dieses Wissen besonders verständlich und zugänglich vermitteln“, lobte Ministerin Heike Hofmann im Rahmen des Festaktes.
Wenn man neu in ein Land kommt, ist zunächst vieles ungewohnt: sprachliche Barrieren, Probleme bei Behördengängen oder fehlende soziale Kontakte erschweren den Start. Hier kommen die Lotsinnen und Lotsen ins Spiel: Sie unterstützen Zugewanderte dabei, Fuß zu fassen, nehmen sich Zeit, die Strukturen und Abläufe zu erklären und begleiten bei Terminen – etwa in Behörden, in der Schule oder im Kindergarten. „Sie unterstützen dabei nicht nur durch ihre vielfältigen Sprachkenntnisse, sondern informieren darüber hinaus auch zu wichtigen Alltagsfragen. Sie alle zeichnet aus, dass sie für andere Menschen einstehen und sich ihrer Probleme, Sorgen und Ängste annehmen“, so die Ministerin. Im Rahmen des Landesprogramms sind aktuell fast 1.200 Integrationslotsinnen und -lotsen in 60 Projekten aktiv.
In Hessen sind sie bei gemeinnützigen Trägerorganisationen angedockt. Sie werden in Schulungsveranstaltungen für ihr ehrenamtliches Engagement fachlich qualifiziert, unterstützt und auf ihre Einsätze vorbereitet. Seit 2017 erfahren sowohl die Träger als auch die Ehrenamtlichen Unterstützung durch das Kompetenzzentrum Vielfalt Hessen. Dort werden Knowhow und der Servicegedanke gebündelt. Zudem steht eine zentrale Online-Plattform für all jene bereit, die sich fachlich, aber auch persönlich für bürgerschaftliches Engagement für Menschen mit Migrationshintergrund interessieren.
„Das ehrenamtliche Engagement und die Unterstützung der Integrationslotsinnen und -lotsen sind für uns und für die Gemeinde sehr wertvoll“, lobt auch Bürgermeister Christian Seitz.

