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Kommunale Wärmeplanung

Familie im Keller neben Wärmepumpe.
Das Klima soll auch für die neue Generation lebenswert sein - bis 2045 soll daher die Wärmeversorgung auf erneuerbare Energien umgestellt sein.

Die kommunale Wärmeplanung (KWP) legt die Basis für eine zukunftsfähige Wärmeversorgung in Kriftel. Ziel ist es, die Wärmeversorgung bis 2045 auf erneuerbare Energien umzustellen unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen und sozialen Aspekten.

Dazu werden der aktuelle Energiebedarf erfasst, Potenziale vor Ort analysiert und Zielszenarien für die kommenden Jahre entwickelt. Die Planung schafft Orientierung für Bürgerinnen und Bürger, Unternehmen und Politik – und macht deutlich, wie eine nachhaltige Wärmeversorgung Schritt für Schritt entstehen kann. Dafür arbeitet die Gemeinde mit der Syna GmbH und der HORIZONTE-Group AG zusammen. Bis Ende März 2026 soll der kommunale Wärmeplan für Kriftel fertiggestellt sein.

Kommunale Wärmeplanung fast abgeschlossen

Ein vollbesetztes Foyer im Rathaus.
Das Interesse am Thema Kommunale Wärmeplanung war groß - viele Fragen wurden die Referenten gestellt.

Am 21. Januar 2026 fand die zweite Bürgerversammlung zur kommunalen Wärmeplanung (KWP) in Kriftel statt. Die Gemeinde erarbeitet zusammen mit der Syna GmbH und der HORIZONTE-Group AG einen kommunalen Wärmeplan. Hierbei handelt es sich um einen strategischen, lokal angepassten Fahrplan, wie die Gemeinde die Wärmeversorgung langfristig klimafreundlich, bezahlbar und verlässlich gestalten kann. 

Bei der Bürgerversammlung hat das Projektteam die bisherigen Ergebnisse der KWP vorgestellt, insbesondere die Bestands- und Potenzialanalyse, die Gebietseinteilung und den Maßnahmenkatalog der Gemeinde.



Großes Potenzial bei Wärmepumpen

Wärmepumpen spielen eine zentrale Rolle auf dem Weg zu einer klimafreundlichen Wärmeversorgung. Moderne Anlagen arbeiten besonders energiearm und können den CO₂-Ausstoß im Vergleich zu herkömmlichen Heizsystemen deutlich reduzieren. Mithilfe des „Online Connection Checks“ von der Syna können Privatpersonen überprüfen, ob bei ihrem Zuhause die Anschlusskapazität ausreicht, um eine Wärmepumpe einbauen zu können. Auch der mögliche Einbau von PV-Anlagen oder E-Lademöglichkeiten kann geprüft werden.

Darüber hinaus gibt es attraktive Förderprogramme für den Kauf und Einbau einer Wärmepumpe (oder einer anderen klimafreundlichen Heizung). Ein Beispiel hierfür ist das KfW-Programm 458. Hier können Privatpersonen einen Zuschuss bis zu 70 % der förderfähigen Kosten für den Kauf und Einbau einer neuen, klimafreundlichen Heizung in ein Bestandsgebäude erhalten.

Energieberatung finden

Viele Bürgerinnen und Bürger stehen vor Herausforderungen wie z.B. der energetischen Gebäudesanierung oder einem Heizungstausch. Hier finden Sie einen ersten Überblick über verschiedene Beratungsangebote.

Herausforderungen der aktuellen Gesetzeslage

Der Vorsitzende der Gemeindevertretung Alexander Feist hatte am Mittwoch, den 13. November 2024, zu einer ersten Bürgerversammlung in die Kleine Schwarzbachhalle eingeladen. Das Thema: „Kommunale Wärmeplanung und was nun?“ Der Gemeindevorstand informierte hier zusammen mit Vertretern der regionalen Energieversorger Mainova AG und Süwag Energie AG sowie mit einem im Klimaschutz engagierten Bürger über die Zusammenhänge des Wärmeplanungsgesetzes und des Gebäudeenergiegesetzes, die sogenannte kommunale Wärmeplanung, die Herausforderungen der Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürger in der Umsetzung der Gesetze sowie über Beispiele aus der Praxis. 

Vollbesetzte Stuhlreihen in der Kleinen Schwarzbachhalle.

Für Gemeinden mit 100.000 Einwohnerinnen und Einwohnern oder weniger muss der Wärmeplan bis zum 30. Juni 2028 erstellt werden. Vertreter der regionalen Energieversorger - Florian Bienias (Syna) und Kevin Bornath (Mainova) - gaben einen Einblick in die Herausforderungen der aktuellen Gesetzeslage. Dann ging Markus Frieske aus Kelkheim auf seine persönlichen Erfahrungen mit dem Einbau einer Wärmepumpe am Beispiel zweier Häuser Baujahr (1926 und 1999) sowie Fakten und Mythen rund um die Wärmepumpen ein. Der Abend war gut besucht: Knapp 150 Bürgerinnen und Bürger nahmen teil und nutzten auch die Gelegenheit, Fragen zu stellen.

Die Vorträge der Referenten zum Download:


Förderung

Das Vorhaben wird im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative durch das Bundesministerium für Umwelt, Klimaschutz, Naturschutz und nukleare Sicherheit (BMUKN) aufgrund eines Beschlusses des deutschen Bundestages gefördert (Förderkennzeichen FKZ 67K29208).

Nationale Klimaschutzinitiative

Photovoltaik auf dem Dach.

Mit der Nationalen Klimaschutzinitiative initiiert und fördert die Bundesregierung seit 2008 zahlreiche Projekte, die einen Beitrag zur Senkung der Treibhausgasemissionen leisten. Ihre Programme und Projekte decken ein breites Spektrum an Klimaschutzaktivitäten ab: Von der Entwicklung langfristiger Strategien bin hin zu konkreten Hilfestellungen und investiven Fördermaßnahmen. Diese Vielfalt ist Garant für gute Ideen. Die Nationale Klimaschutzinitiative trägt zu einer Verankerung des Klimaschutzes vor Ort bei. Von ihr profitieren Verbraucherinnen und Verbraucher ebenso wie Unternehmen, Kommunen oder Bildungseinrichtungen.

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KfW-Förderung für energetische Sanierung

Bei der KfW erhalten Privatpersonen Förderkredite und Zuschüsse für die energetische Sanierung eines Wohngebäudes. Ein schönes Beispiel für eine gelungene Sanierung eines Altbaus hin zum Effizienzhaus finden Sie hier.

Das stand in der Presse