- Rathaus & Politik
- Leben & Umwelt
- Kultur & Freizeit
- Wirtschaft & Wohnen
Sonnenblume für guten Schulstart
Einschulungsfeier an der WGS: Gemeinsam stark und bestens organisiert
von Alexander van de Loo Am Kreisel vor dem Friedhof wird der aufmerksame Besucher auf diesen besonderen Tag eingestimmt: „Tempo runter! Schulanfang“ ist dort zu lesen. Vor dem Eingang der Weingartenschule (WGS) nehmen die neuen Schülerinnen und Schüler mit Eltern, Freunden und Verwandten Fahrt auf: Bei der Einschulungsfeier am 11. August ist der Ablauf gut getimed und straff organisiert.
Überall herrscht lebendiges Treiben, vor und in der Schule. Christopher und Nadine Gebhardt – selbst ehemalige WGSler „vor 40 Jahren“ – haben „gute Erfahrungen“ mit der Schule gemacht. Früher wie heute haben ihnen die Lehrkräfte gefallen. Morris Kunitz hat eine kleine Schultüte für Sohn Jakob dabei. Der freue sich auf den neuen Lebensabschnitt. Im Forum quaken geschäftig die Walkie-Talkies der Technik AG. Seit vier Tagen hat man aufgebaut, geprobt und am Sound gearbeitet. Besonders stolz ist Moderator Levi Fröhlich (G10a) auf das neue Lichtdesign. Aus den Lautsprechern ertönt - ähnlich wie bei Festivals - die Bitte, ruhig die Plätze einzunehmen.
Genügend Lehrkräfte
Auf der Bühne ein vertrautes Prozedere. Jeder neue Fünftklässler wird namentlich genannt und bekommt seine obligatorische Sonnenblume - gestiftet vom Förderverein. Blumen verteilt werden diesmal viele: Die WGS verzeichnet kontinuierlich hohe Anmeldezahlen. Besonders der Realschulzweig ist mit 88 Schülerinnen und Schülern in diesem Jahr stark ausgeprägt. Es folgen der Gymnasialzweig mit 61 und der Hauptschulzweig mit 14 Schülerinnen und Schülern.

Die G5a steht hier stellvertretend für alle neuen Klassen. Fotos: vdLoo
Rund 809.000 Schülerinnen und Schüler starten in Hessen in das neue Schuljahr. Rund 67.000 Lehrkräfte, so viele wie noch nie, sorgen für eine stabile Unterrichtsversorgung. „Auch an der WGS sind genügend Lehrkräfte für euch da“, beruhigt Schulleiter Dr. Christoph Richter in seiner Ansprache. Das Kollegium setzt sich aus über 100 Lehrkräften zusammen. Auch Mentoren haben sich ausreichend gefunden. Vier für jede Klasse. Das sind Helfer, aus den höheren Klassen rekrutiert, die die Neuankömmlinge begleiten. Ansprechpartner das ganze Jahr über.
Draußen auf dem Schulhof stehen geschmückte Tische als kleine Kommunikationsinseln. Es gibt reichlich Kaffee, Kuchen und Getränke, gestiftet und gebacken vom Elternbeirat. Gleich nebenan der stark frequentierte Stand des Fördervereins der Schule. Hier kann man T-Shirts und Rucksäcke erwerben und Mitglied werden. Das wollen viele. „Wir unterstützen die Schule gerne“, betont Familie Vitelli.
Talente entdecken
Im Schulalltag ist die WGS voller Leben. Aber am Tag der Einschulung ist von den rund 1100 anwesenden Schülerinnen und Schülern nichts zu hören. Direktor Dr. Richter zeigt sich angetan von der Disziplin seiner Schutzbefohlenen. Die Rücksichtnahme der Schüler sei bemerkenswert, hebt er hervor. Den Neuankömmlingen verspricht er neue Freundinnen und Freunde, neue Leidenschaften, neue Talente. Wer Neugier und Eifer an den Tag lege, werde sich belohnen. „Mitmachen heißt die Devise,“ betont er in seiner Rede. „Ob als Moderator, in der Schulband oder bei der Technik AG. Bringt euch ein!“
Erfolgsaussichten inklusive
Als roter Faden dient die Moderation von Schüler Levi, der wie gewohnt quirlig, aber auch anteilnehmend („ich war auch mal Schulanfänger“) durch die Veranstaltung führt. Wie immer sprechen auch die Zweigleiter und Klassenlehrkräfte zu ihren Schützlingen. Da wird der gemeinsame Schulerfolg beschworen, wie wichtig das Miteinander sei und wie empathische Führung funktioniere. Gymnasialzweigleiterin Cora Sauer freut sich auf ihre neuen Gymnasiasten. „Seid neugierig, respektvoll und engagiert“, wünscht sie sich.
Zwei Mütter aus Hattersheim freuen sich auf dem Schulhof über die entspannte Stimmung. Sie und ihre Kinder seien hier herzlich aufgenommen worden. Was den Ausschlag für die WGS gegeben habe? „Der gute Ruf“, sagt die eine. Der solle jetzt Wirklichkeit werden, so der Schulleiter. Die Sonnenblume, die am Schluss jeder neue Fünftklässler gut gelaunt in die Sonne reckt, sieht er als positives Symbol: „Die Zukunft unserer Kinder soll genauso hell, strahlend und voller Möglichkeiten sein.“ Profitieren davon können ab diesem Dienstag sechs Klassen mit insgesamt 163 neuen Schülerinnen und Schülern.

