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DAS passiert in Kriftel

Planungen für Wärmenetz?

Kriftel prüft Wärmenetz mit Energie aus der Kläranlage

Im Planungsausschuss der Gemeinde Kriftel stellte Florian Bienias von der Syna am Montag die nächsten Schritte für ein mögliches Wärmenetz im Gewerbegebiet Kriftel Ost vor. Die Gemeinde Kriftel hat in Zusammenarbeit mit der Syna GmbH und der HORIZONTE-Group GmbH einen kommunalen Wärmeplan erstellt, der am 19. Februar 2026 von der Gemeindevertretung beschlossen wurde.

Im Mittelpunkt steht die Idee, die Abwärme der Krifteler Kläranlage zur Wärmeversorgung von Unternehmen im Gewerbegebiet zu nutzen. Abwasser hat selbst im Winter noch Temperaturen von etwa 10 bis 12 Grad und kann mithilfe einer Großwärmepumpe in nutzbare Heizenergie umgewandelt werden. Da sich die Kläranlage mitten im Gewerbegebiet befindet, sind die Voraussetzungen für ein Wärmenetz besonders günstig.

Nach bisherigen Untersuchungen könnte die Kläranlage genügend Energie liefern, um bis zu 933 Kilowatt Wärmeleistung bereitzustellen. Hinzu kommt nutzbare Abwärme aus dem Blockheizkraftwerk der Anlage.

Der Gemeindevorstand empfiehlt nun die Erstellung einer umfassenden Machbarkeitsstudie. Diese soll technische Fragen, die Wirtschaftlichkeit sowie die konkrete Planung eines Wärmenetzes untersuchen. Die Kosten werden auf rund 50.000 Euro geschätzt. Durch eine Förderung des Bundesprogramms für effiziente Wärmenetze könnten davon jedoch 50 Prozent übernommen werden, sodass für die Gemeinde ein Eigenanteil von etwa 25.000 Euro verbleibt.

Mit dem Projekt könnte Kriftel einen weiteren Schritt in Richtung klimafreundlicher und langfristig stabiler Wärmeversorgung machen. Gleichzeitig könnte ein solches Wärmenetz die Attraktivität des Gewerbestandorts für Unternehmen erhöhen. Über die Durchführung der Machbarkeitsstudie muss nun die Gemeindevertretung entscheiden.