Kitaplätze ausreichend vorhanden | Gemeinde Kriftel – Obstgarten des Vordertaunus
Zeitung auf Schreibtisch - Aktuelles

Immer informiert

DAS passiert in Kriftel

Kitaplätze ausreichend vorhanden

Kita-Betreuung in Kriftel: Gut aufgestellt für die kommenden Jahre

Der von Bürgermeister Christian Seitz zuletzt in den Ausschüssen vorgestellte aktuelle Bedarfs- und Entwicklungsplan für die Kinderbetreuung 2026/2027 zeigt: Die vorhandenen Kapazitäten reichen mittelfristig aus, um die Krifteler Kinder ab drei Jahren bis zum Schuleintritt zu versorgen. Gleichzeitig stellt sich die Gemeinde bereits auf die weitere Entwicklung im Ort ein und plant den Ausbau der Betreuungsplätze.

Eine besondere Herausforderung besteht darin, dass immer mehr Kinder mit besonderem Förderbedarf in den Einrichtungen betreut werden. Dadurch müssen Gruppen teilweise verkleinert oder zusätzliche Fachkräfte eingesetzt werden. Die Gewinnung und Bindung von Fachkräften bleibt zudem eine zentrale Aufgabe. Zudem steigen die Anforderungen und Kosten im Bereich der Betreuung kontinuierlich. Um das hohe Niveau der Kinderbetreuung in Kriftel langfristig zu sichern, wird die Gemeinde deshalb auch die Finanzierung des Betreuungsangebots in den Blick nehmen. Dabei werden neben den Betriebskosten und den gesetzlichen Anforderungen auch die Elternbeiträge betrachtet.

613 Betreuungsplätze

Aktuell stehen in Kriftel insgesamt 613 Betreuungsplätze für Kinder ab dem 11. Lebensmonat bis zum Schuleintritt zur Verfügung. Davon entfallen 475 Plätze auf den Ü3-Bereich und 138 Plätze auf die Betreuung von Kindern unter drei Jahren. Das Angebot wurde in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut: 2016 gab es insgesamt 544 Plätze, 2026 sind es bereits 613.

Auch bei den Kleinsten sieht die Situation für die nächsten Jahre grundsätzlich stabil aus. In Kriftel stehen derzeit 122 tatsächlich belegbare U3-Plätze in Kitas und Kindertagespflege zur Verfügung; insgesamt sind 138 Plätze vorgesehen. Damit liegt die Gemeinde deutlich über der vom Main-Taunus-Kreis vorgegebenen Betreuungsquote von 39 Prozent. Für die kommenden Jahre geht die Verwaltung davon aus, dass das U3-Angebot ausreichend und sogar rückläufig sein wird. Damit könnte dann auch das Angebot reduziert werden, um weiterhin ein bedarfsgerechtes Angebot zu haben.

Ein Teil des Angebots wird durch die Kindertagespflege abgedeckt. Vier Tagespflegepersonen bieten derzeit zusammen 20 Plätze für Kinder unter drei Jahren an. Die kleinen Gruppen und die familiennahe Betreuung sind dabei eine wichtige Ergänzung zu den Krippenangeboten der Kitas.

Für Kinder ab drei Jahren stehen laut Betriebserlaubnissen insgesamt 475 Plätze in den fünf Krifteler Kindertageseinrichtungen zur Verfügung. Das tatsächlich nutzbare Platzangebot liegt allerdings niedriger als diese rechnerische Zahl. Grund dafür sind insbesondere Integrationsmaßnahmen. Werden Kinder mit besonderem Förderbedarf aufgenommen, müssen Gruppen gegebenenfalls verkleinert oder zusätzliche Fachkräfte eingesetzt werden.

Für das laufende Kindergartenjahr 2026/2027 geht die Gemeinde dennoch davon aus, dass die vorhandenen Kapazitäten ausreichen. Die Bedarfsberechnung berücksichtigt dabei nicht nur die aktuellen Kinderzahlen, sondern auch Zu- und Wegzüge sowie die Tatsache, dass Kinder im Laufe des Kindergartenjahres neu in den Ü3-Bereich hineinwachsen.

Die Entwicklung der Kinderzahlen stimmt die Verwaltung zuversichtlich: Für das Kindergartenjahr 2026/2027 werden 383 Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren ausgewiesen, für 2027/2028 werden 390 Kinder erwartet. Anschließend geht die Prognose wieder zurück.

Neue Kita im „Krifteler Wäldchen“ im Blick

Trotz der aktuell guten Ausgangslage will die Gemeinde nicht abwarten, bis zusätzlicher Bedarf entsteht. Im Neubaugebiet „Am Krifteler Wäldchen“ ist deshalb bereits eine Fläche für eine neue Kindertagesstätte vorgesehen. Die Planung hängt eng mit dem Fortschritt des Neubaugebiets und der Möglichkeit zusammen, Fördermittel zu erhalten. Nach derzeitiger Einschätzung der Verwaltung wird die neue Kita frühestens in etwa fünf Jahren benötigt beziehungsweise zur Verfügung stehen. Für das Neubaugebiet wird mittelfristig mit rund 420 Wohneinheiten gerechnet. Daraus werden etwa 42 zusätzliche Kinder im Kindergartenalter erwartet.

Die neue Einrichtung soll nach derzeitigem Planungsstand der Kinder(t)räume gemeinnützige GmbH als Ersatz für das bestehende Kinderhaus zur Verfügung gestellt werden. Gleichzeitig bleibt der langfristige Bedarf nach einer weiteren Kita bestehen. Die Gemeinde will deshalb die Entwicklung der Kinderzahlen und des tatsächlichen Betreuungsbedarfs weiterhin eng beobachten und ihre Planung jährlich fortschreiben.

Betreuung soll verlässlich sein

Eine zentrale Herausforderung bleibt dabei das Thema Fachkräfte. Die Gemeinde unterstützt deshalb gemeinsam mit den Trägern die Rahmenbedingungen für die Kita-Arbeit. Unter anderem erhalten die Einrichtungen finanzielle Unterstützung und es bestehen besondere Anreize zur Gewinnung und Bindung qualifizierter Fachkräfte, so wird im Kitaentwicklungsplan ausgeführt. Die Gemeinde sieht eine gute Personalausstattung als wichtige Voraussetzung dafür, dass die Betreuung auch langfristig verlässlich und qualitativ hochwertig bleibt.

„Kinderbetreuung ist ein dynamischer Aufgabenbereich“, heißt es im Entwicklungsplan. Deshalb werden die vorhandenen Angebote kontinuierlich überprüft und bei Bedarf weiterentwickelt.