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Kinderbeirat tritt für Wünsche ein
Kinder lernen Verwaltung hautnah kennen und bringen eigene Wünsche aus ihren Klassen mit
Ein Zebrastreifen – für Erwachsene meist nur ein paar weiße Streifen auf dunklem Asphalt. Für die Mitglieder des Kinderbeirats war er bislang vor allem ein Wunsch, um sicherer über die Straße zu kommen. Bei ihrer ersten Sitzung im neuen Schuljahr erfuhren die Kinder nun, was hinter so einem Streifen wirklich steckt: nämlich bis zu drei Jahre Verfahrenszeit, Personen- und Fahrzeugzählungen, Abstandsregelungen, die Mitwirkung der Polizei – und rund 40.000 Euro.
Einen lebendigen Einblick in ihre Arbeit gaben Volker Kaufmann, Fachbereichsleiter des Fachbereichs 2 – Sicherheit und Ordnung, und seine Stellvertreterin Alicia Raudes. Sie zeigten den Kindern, dass Wünsche wie Fußgängerampeln, Zebrastreifen oder verkehrsberuhigte Zonen nicht einfach beschlossen werden können: Jede Maßnahme erfordert Gutachten, Abwägungen und die Zustimmung mehrerer Stellen. Auch eine Spielstraße, so erfuhren die Kinder, kann nicht von heute auf morgen eingerichtet werden.
Für viele Kinderbeirats-Mitglieder war das eine Überraschung – und zugleich eine wichtige Lektion: Wer etwas verändern will, braucht Geduld, gute Argumente und ein gut gefülltes Gemeindekonto.
Neue Gesichter, neue Ämter
Die Sitzung begann mit der Begrüßung durch Vorsitzende Tanja Seitz und einer Vorstellungsrunde, in der sich die neuen Mitglieder des Kinderbeirats kennenlernten. Zur Schriftführerin wurde einstimmig Stefani Petermann gewählt, Pasquale Fiore übernimmt das Amt des stellvertretenden Schriftführers. Gemeinsam mit den Kindern ging die Vorsitzende anschließend die Geschäftsordnung durch – die Regeln, nach denen künftige Sitzungen ablaufen.
Mitgebracht hatten die Kinder auch diesmal die Anliegen ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler: Warum darf im Freizeitpark nicht überall Fahrrad gefahren werden? Die Antwort: „Aus Sicherheitsgründen und im Interesse aller Besucherinnen und Besucher.“ Gibt es zu wenige Mülleimer im öffentlichen Raum? Bürgermeister Christian Seitz zeigte sich da anderer Meinung – seiner Ansicht nach gibt es ausreichend Entsorgungsmöglichkeiten.
Auch die defekte Rutsche im Freizeitpark war wieder Thema. Die Sanierung ist zwar geplant, muss aber aus finanziellen Gründen weiter verschoben werden, betonte der Bürgermeister. Der Wunsch nach einem Wasserspielplatz stieß dagegen auf offene Ohren: Das Thema war bereits Gegenstand einer Gemeindevertretersitzung, ein „Wasserspielplatz“ ist für die Zukunft vorgesehen: Wenn der Weiher im Freizeitpark neu angelegt wird, wird es einen Randbereich zum „Plantschen“ geben. Auch der Spielplatz am Robert-Schuman-Platz wird noch einmal genauer unter die Lupe genommen: Das wackelnde Holz-Spielgerät wurde vom TÜV zwar nicht als schwerer Mangel eingestuft, die Informationen gehen aber erneut an die zuständigen Kolleginnen und Kollegen.
Die nächste Sitzung des Kinderbeirats findet am Mittwoch, 25. November, um 16 Uhr statt – eine Woche früher als ursprünglich angekündigt. Die Einladung geht den Teilnehmerinnen und Teilnehmern rechtzeitig zu.

