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DAS passiert in Kriftel

Erfolgskonzept: 15 Jahre Seniorenberatung

Gabriele Kortenbusch begleitet Menschen mit Rat, Herz und einem offenen Ohr

Wenn das Leben im Alter plötzlich komplizierter wird, wenn Pflege organisiert werden muss, eine Demenzerkrankung die Familie belastet oder Einsamkeit zunimmt, dann ist Gabriele Kortenbusch oft die erste Ansprechpartnerin. Seit mittlerweile 15 Jahren ist die Diplom-Pädagogin als Seniorenberaterin der Gemeinde Kriftel tätig – und hat in dieser Zeit unzählige Menschen begleitet, beraten und unterstützt.

„Mit der Einführung der Seniorenberatungsstelle haben wir auf den Wandel in der Bevölkerungsstruktur reagiert“, sagt Bürgermeister Christian Seitz. „Die Seniorenberatung soll ältere Menschen dabei unterstützen, möglichst selbstbestimmt und selbstständig zu leben.“ Das kostenfreie und vertrauliche Angebot richtet sich dabei nicht nur an Seniorinnen und Senioren, sondern ebenso an Angehörige und alle, die Fragen rund ums Älterwerden haben. Finanziell gefördert wird das Angebot vom Main-Taunus-Kreis.

Hilfe zur Selbsthilfe

„Ich bin nicht nur Beraterin, sondern oft auch Begleiterin und Seelsorgerin“, beschreibt Gabriele Kortenbusch ihre Arbeit. Rund die Hälfte ihrer Gespräche führt sie mit Angehörigen – häufig zu Themen wie Demenz oder Pflegebedürftigkeit. „Es geht darum, Wege aufzuzeigen und Hilfe zur Selbsthilfe zu geben.“ Ob Pflege, Wohnen im Alter, finanzielle Hilfen, Vorsorge oder Unterstützung bei Behördenangelegenheiten – die Anliegen sind so vielfältig wie die Menschen selbst. Im Senioren- und Sozialbüro ergänzt Kollegin Susanne Schué das Angebot: Sie hilft bei der Beantragung der verschiedenen Arten von Renten, bei der Antragstellung von Sozialhilfe- und Grundsicherungsanträgen oder Schwerbehindertenanträgen.

Doch die Seniorenberatung endet nicht an der Bürotür. Gabriele Kortenbusch organisiert und initiiert seit vielen Jahren zusammen mit dem Familienzentrum Angebote, die Begegnung schaffen, Wissen vermitteln und möglichst lange Selbstständigkeit erhalten. Dabei wird sie auch von Ehrenamtlichen unterstützt. So entstanden unter anderem die Hocker-Gymnastik, das Café Pause für pflegende Angehörige, die „Gespräche am Brunnen“ für Trauernde, der offene Seniorentreff oder die Rollatortrainings für mehr Sicherheit beim Busfahren.

Auch neue Ideen greift sie immer wieder auf. So entstand im vergangenen Jahr mit dem „Männerschuppen“ ein hessenweit bislang einzigartiges Projekt, bei dem Männer gemeinsam werkeln, sich austauschen und neue Gemeinschaft erleben. Am 22. August lädt die Gruppe von 10 bis 16 Uhr zu einem Tag der offenen Tür in die Werkstatt in der Goethestraße 5 ein.

Regelmäßige Themennachmittage und Vorträge zu Vorsorge, Demenz, Gesundheit oder dem Übergang in den Ruhestand runden das Angebot ab. Gerade fand ein aktiver Themennachmittag zum Thema „Sturzprävention“ statt, am 11. August widmet sich nun eine Fachreferentin dem Thema „Mangelernährung im Alter“. Sie informiert darüber, welche Ernährung im Alter besonders wichtig ist und wann Nahrungsergänzungsmittel sinnvoll sind. Am 17. Oktober wird es wieder gemeinsam mit dem Familienzentrum Kriftel einen Erste-Hilfe-Kurs für Senioren geben.

„Die Möglichkeit, immer wieder neue Projekte für meine Zielgruppe zu entwickeln, macht meine Arbeit so abwechslungsreich und erfüllend“, sagt Gabriele Kortenbusch. Dass die Seniorenberatung in Kriftel weit mehr ist als eine reine Beratungsstelle, zeigt ihr Engagement seit mittlerweile eineinhalb Jahrzehnten eindrucksvoll.

Auch Bürgermeister Christian Seitz unterstreicht die Bedeutung des Angebots: „Die Seniorenberatung ist uns wichtig und soll auch künftig ein fester Bestandteil unseres Angebots für die Bürgerinnen und Bürger bleiben.“

Kontakt: Gabriele Kortenbusch ist unter Telefon 06192/4004-26 oder per E-Mail an gabriele.kortenbusch@kriftel.de, Susanne Schué unter Telefon 06192/4004-82 oder per E-Mail an susanne.schue@kriftel.de erreichbar.