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Ehrentag Grundgesetz: Enthüllung und Lesung

Straßenbenennungen und Lesung erinnern an die Mütter des Grundgesetzes

Demokratie, Freiheit und gesellschaftlicher Zusammenhalt stehen im Mittelpunkt eines besonderen Gedenktages: Am 23. Mai 2026 wird bundesweit erstmals der „Ehrentag des Grundgesetzes“ gefeiert. Mit dem neuen Mitmachtag sollen die Werte des Grundgesetzes stärker ins öffentliche Bewusstsein gerückt werden. Auch die Gemeinde Kriftel beteiligt sich mit zwei Veranstaltungen an den Feierlichkeiten, die an mehreren Tagen rund um den Gedenktag stattfinden.

Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier hat den Ehrentag ins Leben gerufen, um die Bedeutung der Verfassung und den Einsatz vieler Bürgerinnen und Bürger für die Gemeinschaft sichtbar zu machen. Denn: Der 23. Mai erinnert an die Verkündung des Grundgesetzes im Jahr 1949 – jenes historischen Dokuments, das bis heute das Fundament von Demokratie, Rechtsstaatlichkeit und Freiheit in Deutschland bildet. Unter dem bundesweiten Motto „Für dich. Für uns. Für alle.“ stehen Menschenwürde, Teilhabe und demokratisches Miteinander im Fokus.

„Das Grundgesetz ist das Fundament unseres demokratischen Zusammenlebens. Gerade in einer Zeit, in der demokratische Werte nicht selbstverständlich erscheinen, ist es wichtig, Haltung zu zeigen und die Menschen zu würdigen, die unsere Demokratie geprägt haben“, betont Kriftels Bürgermeister Christian Seitz. „Mit den Veranstaltungen möchten wir Geschichte erlebbar machen und zugleich ein Zeichen für Zusammenhalt und gesellschaftliches Engagement setzen.“

Einweihung neuer Straßennamen am 20. Mai

Bereits am Mittwoch, 20. Mai, lädt die Gemeinde Kriftel zur feierlichen Enthüllung neuer Straßenschilder im neuen Wohn- und Gewerbegebiet „Am Krifteler Wäldchen“ ein. Beginn ist um 18 Uhr, Treffpunkt ist die P+R-Anlage an der Bahnhofsüdseite. Die Mandatsträgerinnen und Mandatsträger sowie Ehrengäste sind dabei, interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich willkommen. Die Veranstaltung steht unter dem Motto „Gemeinsam für Demokratie“.

Vier der sieben Straßen im neuen Gebiet werden künftig die Namen bedeutender Frauen tragen, die im Parlamentarischen Rat 1948/49 maßgeblich an der Ausarbeitung des Grundgesetzes beteiligt waren. Die neuen Straßennamen lauten: Elisabeth-Selbert-Weg, Friederike-Nadig-Weg, Helene-Weber-Weg und Helene-Wessel-Weg.

Gemeindearchivar Dr. Detlef Krause wird bei der Veranstaltung zudem Einblicke in historische Flurbezeichnungen und die Geschichte des Gebietes geben.

Lesung im Rathaus am 26. Mai

Eine weitere Veranstaltung folgt am Dienstag, 26. Mai, um 19.30 Uhr im Rathaus. Die Hofheimer Autorin Deike Wichmann liest aus ihrem Buch „Die Unbeirrbaren“, das die bewegende Geschichte der Frauen erzählt, die die Gleichberechtigung im Grundgesetz verankerten. Zu dieser sind interessierte Bürgerinnen und Bürger herzlich eingeladen.

Der Roman spielt im Bonn des Jahres 1949. Im Mittelpunkt steht die junge Sekretärin Ilsa, die im Parlamentarischen Rat arbeitet und dort Elisabeth Selbert begegnet – einer der vier Frauen, die an der Entstehung des Grundgesetzes beteiligt waren. Zwischen politischen Kämpfen, persönlichen Herausforderungen und dem Einsatz für Gleichberechtigung entfaltet sich eine emotionale und zugleich historische Erzählung.

Seitz: „Die Lesung gewährt spannende Einblicke in die Entstehungsgeschichte unserer Verfassung. Freuen Sie sich auf eine inspirierende Begegnung mit Literatur, die bewegt und zum Nachdenken einlädt!“

Der Eintritt zur Lesung ist frei.