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Bohrungen für neuen Weiher im Park
Weiher wird im Herbst erneuert – Bohrungen zur Bodenkontrolle sind erfolgt
Der Weiher im Freizeitpark ist ein beliebtes Ausflugsziel. Doch immer wieder ist das Wasser leuchtend grün. Der Grund: Das Becken ist marode und der Veralgung des Wassers kann die Gemeinde mittlerweile nur noch mit mehrmaligen Reinigungen Herr werden. Daher hat die Gemeindevertretung im vergangenen Jahr eine Erneuerung des Weihers beschlossen. Jetzt fanden erste Bodenuntersuchungen statt.
„Die Bodenuntersuchungen per Rammsonde sind wichtig für eine Klassifizierung des Bodens, zum Beispiel um eine Entsorgung des Aushubs fachgerecht auszuführen, um die Zusammensetzung des bisherigen Untergrundes zu erheben und die Höhe des Grundwasserspiegels zu bestimmen“, erläutert der Erste Beigeordnete Martin Mohr, der sich vor Ort beim Fachunternehmen für Baugrunduntersuchungen über die Arbeiten informierte. Mit diesen Erkenntnissen können Tiefe des Aushubs und Wahl der Abdichtungsmasse optimal an die Bedingungen angepasst werden.

Eine Fachfirma förderte per Rammsonde Bodenproben aus dem Becken und der Umgebung: Der Erste Beigeordnete Martin Mohr begutachtet hier vor Ort den Inhalt der Bohrkerne.
Zusätzlich hat ein sogenannter Schluckversuch stattgefunden: Dabei wird ein sechs Meter tiefes Loch gebohrt, in das dann 100 Liter Wasser fließen. Wie lange das dauert ist wichtig, um die Versickerungsfähigkeit des Bodens zu testen.
Tiefzone und Wasserpflanzen
Eine Machbarkeitsstudie hatte ergeben, dass es notwendig ist, das vorhandene Becken vollständig zu erneuern. Bei der Neugestaltung wird nun die aktuelle Form beibehalten, jedoch soll der Teich neu zoniert werden. „Um der Algenbildung entgegenzuwirken, wird der Teich deutlich tiefer werden, um ihm mehr Wasservolumen zu geben, da er sich dadurch nicht so schnell aufheizt“, so Mohr. Weiterhin ist eine Zone mit Wasserpflanzen sowie Schilf zur biologischen Reinigung vorgesehen. Durch den Nährstoffverbrauch der Pflanzen wird eine mögliche Algenbildung weiter gehemmt. Ein Quelltopf sorgt für ständige Umwälzung des Wassers.
Für die Abdichtung des Beckens wurden verschiedene Materialien verglichen, in Bezug auf die Dichtigkeit, Langlebigkeit, Pflegeaufwand, Anfälligkeit gegen Frost, Trocknung und UV-Strahlung, Kosten sowie der Umwelt- beziehungsweise Klimafreundlichkeit. Welcher Boden es wird, ist aber noch nicht entschieden.
Für das Projekt liegt der Gemeinde Kriftel ein positiver Förderbescheid aus Mitteln des Klima- und Transformationsfonds des Bundes in Höhe von 246.480 Euro vor. Im Herbst sollen, nach der Brut- und Nistzeit der heimischen Tiere, die Erneuerungsarbeiten starten.

