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Drache im Park schwer beschädigt
Sinnlose Gewalt: Spieldrache im Freizeitpark stark beschädigt
Jahrzehntelang haben Krifteler Kinder und Jugendliche auf dem alten Wikinger-Schiff mit Drachenkopf im Freizeitpark gesessen, haben darauf gewippt und sind in ihrer Phantasie auf Entdeckungstour in die weite Welt gefahren. Der Meisterbetrieb Hugo Uhl in Frankfurt hatte es ursprünglich von Hand hergestellt. 2018 musste es altersbedingt durch einen „Drachen“ ersetzt werden. Nun steht wieder eine „Generalüberholung“ an: Grund ist aber diesmal nicht etwa Altersschwäche, sondern Vandalismus.

Hier ist er noch intakt.
„Das beliebte Spielgerät wurde vor einer guten Woche mit brachialer Gewalt aus seiner Verankerung geschlagen“, ärgert sich der Erste Beigeordnete Martin Mohr. Die stabile Stahlverankerung wurde aus dem Boden gerissen, der Drachenkopf ist auf den Boden gekracht. „Wahrscheinlich ist das Lager zerstört“, befürchtet Michael Knittel aus dem Bauamt, der das Holztier zur Reparatur in einen Krifteler Fachbetrieb gegeben hat. „Die Verankerung ist normalerweise so stabil, dass eine halbe Schulklasse auf dem Gerät sitzen könnte“, betont er. Erklären könne man sich daher nicht, wie der Schaden zustande gekommen ist. Klar ist nur: Da war massive Gewalt vonnöten.
„Dafür haben wir absolut kein Verständnis“, macht Bürgermeister Christian Seitz deutlich. „Der Freizeitpark sei ein Erholungsraum für alle Kriftelerinnen und Krifteler. Wir alle wollen uns dort erholen und Spaß haben. Eine solche Tat ist einfach nur rücksichtslos.“ Die Kosten müssen letztlich die Steuerzahlenden tragen.
Schlüssel für Toilette weiter beim Kiosk erhältlich
Im vergangenen Jahr hatte schon die massive Verschmutzung der öffentlichen Toilette im Freizeitpark immer wieder für Ärger gesorgt: Mit Toilettenpapier oder Gegenständen wie Stöcken verstopfte Toiletten, extreme Verschmutzung und „unschöne“ Hinterlassenschaften sogar vor dem Waschbecken machen die Nutzung für Gäste des Parks untragbar und streckenweise unmöglich. Seitdem ist die Toilette abgeschlossen, ein Schlüssel wird auch in diesem Jahr gegen Pfand beim Kiosk im Freizeitpark ausgegeben.

So desolat ist die Toilette im vergangenen Jahr hinterlassen worden.
„Noch gibt es keine Alternative“, macht Martin Mohr deutlich. Auch wenn inzwischen die umliegenden Büsche im Park immer wieder als WC-Ersatz benutzt werden. Auch hier bittet er um Rücksichtnahme auf die übrigen kleinen und großen Parkbesucher: „Bitte alle Hinterlassenschaften, Papiere, aber auch den ganz normalen Müll in die zahlreich bereitstehenden Mülleimer entsorgen.“
Immer wieder finden die Mitarbeiter des Bauhofes und die Kioskpächter zum Beispiel Stapel von Pizzakartons vor, die achtlos neben den Müllbehältern zurückgelassen und vom Wind im Park verteilt werden. An Scherben können sich Tiere und Menschen verletzen.
„Unsere Mitarbeiter sorgen so gut es geht für Sauberkeit und Ordnung, brauchen aber Ihre Unterstützung: Jede Besucherin und jeder Besucher sollte dazu beitragen, dass unsere Parks so schön und besuchenswert bleiben wie sie sind“, mahnt der Bürgermeister.

