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Rekordspende für Bärenherz

Daubitz-Weihnachtshaus: 1.700 Euro für die Stiftung Bärenherz - neuer Rekord

Seit 1982 installiert Bernhard Daubitz (69) im Advent eine Aufmerksamkeit erregende Weihnachtsbeleuchtung am Haus und im Garten. Viele Menschen finden das toll, besuchen das Haus gegenüber der Weingartenschule, machen Fotos und werfen Geld in seinen Briefkasten. Daubitz spendet es der Stiftung Bärenherz. Das ist ein Hospiz, in dem schwerkranke sterbende Kinder und Jugendliche, jenseits einer klinischen Umgebung, mit viel Liebe umsorgt und gepflegt werden.

Jetzt übergab er das Geld an Volker Oblong von der Stiftung, der herzlich für die Unterstützung dankte. Diesmal kamen ganze 1.700 Euro zusammen. Ein neuer Rekord! „Jedes Jahr kommen mehr Besucher“, freut sich Daubitz. „Und dass ich es zu hundert Prozent weitergebe, hat sich mittlerweile herumgesprochen.“ 2015 waren es noch 630 Euro, 2016 schon 1.000 Euro und 2017 bereits 1.300 Euro gewesen, die bei ihm für den guten Zweck eingeworfen wurden.

Jetzt kommen Busse

Mittlerweile ist das Krifteler „Weihnachtshaus“ – hell erleuchtet vom Ersten Advent bis zum Heiligen Drei Königs-Tag jeweils von 16.30 bis 22 Uhr - weit über Kriftels Grenzen hinaus bekannt. Presse und Rundfunk berichten regelmäßig und seit vor Jahren ein Fernsehsender einen Beitrag produzierte, reisen Menschen sogar in Bussen an, erzählt Bernhard Daubitz schmunzelnd. Er habe schon darüber nachgedacht, an den Adventssonntagen einen Glühweinstand vorm Haus zu eröffnen, scherzt er. Aber das ginge dann wohl doch zu weit.

Er freut sich vor allem darüber, dass oft sehr nette Gespräche zustande kommen und vor allem die Kinder ihn mit Fragen löchern. „Sie bemerken zuerst, was Jahr für Jahr an Neuerungen dazukommt.“ Denn sein „Projekt“ wächst stetig weiter.

26.000 Lichter

„Anfangs habe ich mir Lichterketten vom Sperrmüll geholt, mittlerweile blinken 26.000 Lichtlein. Und das sind neuerdings LEDs. „Vorher habe ich 500 Euro pro Adventssaison für den Strom bezahlt, seit der Umstellung sind es nur noch ein Zehntel davon“, berichtet der ehemalige Elektrotechniker. Für alle Installationen hat er genaue Schaltpläne angefertigt. Auch Fotos von Steckdosen, Kabeln, Lichterketten und Dekorationen sind in einem Ordner abgeheftet. Die Anbringung der Beleuchtung dauert rund sieben Wochen.

Dass er für seine Mühe mit Geldspenden bedacht wird, hat in zunächst sehr irritiert. „Die Besucher wollten mir immer wieder für meine Ausgaben einen Schein zustecken“, erzählt der auch in Vereinen engagierte Krifteler. „Das wollte ich natürlich nicht annehmen. Die Menschen waren hartnäckig, und da kam mir die Idee, das Geld zu spenden.“ Er installierte einen „sprechenden Weihnachtsbriefkasten“, der sich für jede Spende bedankt und den er in der Weihnachtszeit täglich ausleert. Die Kinder bekommen einen Schokolutscher geschenkt. Sie sind so beeindruckt, dass sogar mancher Wunschzettel in Daubitz‘ Briefkasten landet…

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