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DAS passiert in Kriftel

Schutz gegen Trickbetrüger

Infostand war ein Erfolg: Sicherheitsberater für Senioren gaben Bankbesuchern Tipps

In den Medien wird regelmäßig über den Enkeltrick oder Betrügereien an der Haustür berichtet. „Ältere Menschen werden immer wieder zu Opfern krimineller Handlungen. Dabei nutzen die Täter häufig Gutmütigkeit und Hilfsbereitschaft der Senioren aus", weiß der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. Per Telefon versuchen Ganoven, Senioren zur Auszahlung von großen Geldmengen zu überreden, geben sich als Enkel, Verwandte oder gar Polizisten aus, die das Vermögen angeblich vor Diebstahl schützen müssen. Auch an der Haustür versuchen sie, die Senioren mit Lügengeschichten zu verunsichern. Das war auch in Kriftel schon der Fall.

Um aktiv auf die Menschen zuzugehen und sie vor Schaden zu bewahren, waren daher jetzt drei Tage lang Krifteler „Sicherheitsberater für Senioren“ mit einem Informationsstand in der Filiale der Frankfurter Volksbank vertreten. Ihre Themen: Trickbetrug und Enkeltrick. Interessierte Bürger waren herzlich eingeladen, sich dort über Möglichkeiten zu informieren, wie man sich vor Betrügern schützen und im Falle eines „falschen“ Anrufs oder Besuchs verhalten soll. „Wir haben extra drei Tage am Ende des Monats gewählt, da die Senioren dann in der Regel ihre Rente bekommen und Geld abheben“, so der Erste Beigeordnete Franz Jirasek, der ebenfalls zeitweise vor Ort war und für Fragen zur Verfügung stand. So war die Chance groß, möglichst viele ältere Bürger informieren zu können.

Jirasek findet es toll, dass die Leiterin der Krifteler Volksbank-Filiale, Martina Halak, sofort für die Idee zu begeistern war. „Die gleiche Aktion ist daher für Ende März in der Taunussparkasse geplant“, kündigt er an.

Betrüger arbeiten in Teams

„Wir sind mit vielen ältere Bankkunden ins Gespräch gekommen“, berichtet Sicherheitsberater Siegfried Ambros. Auch mehrere jüngere Kunden haben für ihre Eltern, aber auch Nachbarn und Freunde Flyer und Infobroschüren mitgenommen. Auf ihnen ist groß zu lesen: „Ich bin auf der Hut!“ oder „Ich bin misstrauisch“, um Senioren zu ermahnen, nicht jedem die Tür auf zu machen und nicht jedem die Geschichte am Telefon oder vor der Haustür abzunehmen.

 „So gut wie immer arbeiten mehrere Betrüger zusammen als ein eingespieltes Team“, berichtet Ambros einem Kunden am Stand. „Einer verschafft sich unter einem Vorwand kurz Zutritt, etwa um das Telefon der Bewohner zu nutzen, die anderen huschen durch die unbeobachtete Wohnungstüre und erbeuten mit wenigen Handgriffen zahlreiche Wertsachen.“

Bankangestellte sind sensibilisiert

„Die Kollegen sind sensibilisiert, wenn ältere Kunden plötzlich hohe Beträge abholen wollen“, erzählt Halak. „Doch nicht immer können wir verhindern, dass Senioren Opfer von Betrügern werden. Wir können nicht eigenmächtig die Polizei rufen, wenn wir glauben, jemand wurde betrogen. Denn schließlich gilt das Bankgeheimnis.“ Mehr als Hinweisen und Nachfragen sei nicht möglich. „Verweigern können wir eine Überweisung nicht!“ Dennoch spreche man die Kunden an, vor allem bei langjährigen Kunden könne man das Verhalten gut einschätzen. So sei es schon mehrfach erfolgreich gelungen, den Betrug am Kunden durch Ganoven erfolgreich zu verhindern.

Weitere Infos gibt es im Ordnungsamt der Gemeinde Kriftel unter 06192/4004-65 oder im Internet unter www.seniorenberater.help.

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