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DAS passiert in Kriftel

Keine Kerb im Corona-Jahr

Krifteler Zeltkerb abgesagt Der Virus stoppt auch die Traditionsveranstaltung

„In Kriftel is kei Kerb…“ wird es der Wind durch den Freizeitpark im September pfeifen. Da wo normalerweise am Ende des Sommers buntes Treiben herrscht, der Duft von Bratwurst durch die Lüfte weht, die Hupe des Karussells ertönt, die Kerbeborsch mit Scherp das Ortsbild prägen und die Kerbegesellschaft Kriftel (KGK) an drei Tagen ins Festzelt einlädt, wird 2020 nichts sein. Der Platz für das Zelt bleibt in diesem Jahr leer. Die Krifteler Zeltkerb 2020 ist abgesagt.

„Die ungezwungene, gesellige Zeltkerb, der Treffpunkt Kriftels für ein Wochenende im Herzen des Freizeitparks mit vielen Gästen, egal ob jung oder alt, das möchten wir alle. Aber leider ist das in Zeiten von Corona so nicht möglich“, begründet der Erste Vorsitzende der KGK, Michael Wipfler, die Absage. Der Vorstand hat sich die Entscheidung nicht leicht gemacht. Doch das Verbot für Großveranstaltungen bis Ende Oktober hat letztlich dazu geführt, dass es für die Zeltkerb kein verantwortbares Konzept gegeben hätte.

Letztlich ist die Absage auch ein Teil der Bekämpfung der Pandemie für die Gäste, freiwillige Helfer und auch die aktiven Mitglieder, die hinter der Theke gestanden hätten. „Die Kerbegesellschaft Kriftel steht für Geselligkeit. Und so gerne wir hierfür unsere Freizeit einsetzen, so haben wir eben auch Verantwortung für die Gesellschaft“, sagt Geschäftsführer Tobias Guldner.

Die Kerbegesellschaft Kriftel wird versuchen, zumindest mit ihren Mitgliedern eine kleine vereinsinterne Kerb zu zelebrieren. Denn auch der jährliche Sommerausflug wurde aus Vorsicht vom Vorstand abgesagt. „Und wenn es im September nicht geht, dann nehmen wir zu Weihnachten einen neuen Anlauf, um unsere Mitglieder einmal wieder zu sehen.“, gibt sich Michael Wipfler optimistisch. Auch wenn dieser Virus die Kerb 2020 verhindert hat, die Freude am Brauchtum und am Leben kann er diesem Verein nicht nehmen. Denn: „Kerbeborsch sin lust'ge Brüder, haben frohen Mut…“

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