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DAS passiert in Kriftel

Investitionen in die Versorgungssicherheit

Erneuerung von Trinkwasser- und Gasleitungen als Investition in die Versorgungssicherheit 

Je nach Material müssen Trinkwasserleitungen nach mehreren Jahrzehnten erneuert werden: Nicht nur Faktoren wie Materialermüdung, undichte Stellen oder Korrosion machen das notwendig, auch die Sicherung der hohen Trinkwasserqualität soll gewährleistet und Rohrbrüche sollen verhindert werden. Ende Oktober 2025 hat in Kriftel die großflächige Erneuerung von Trinkwasserleitungen begonnen: Die Maßnahmen sind Teil eines Programmes zur Sanierung und Optimierung des Trinkwassernetzes, welches seit 2010 kontinuierlich abgearbeitet wird.

Gestartet wurde zunächst in der Jahnstraße, seit knapp zwei Wochen geht es in der Schillerstraße weiter - im Teilstück zwischen Bahnhofstraße und Immanuel-Kant-Straße. Zug um Zug werden die Arbeiten dann in der Immanuel-Kant-Straße, der Friedrichstraße und der Gartenstraße fortgesetzt.

„In den vorliegenden Fällen handelt es sich um bitumenummantelte Stahlleitungen. Diese werden innen und außen durch Korrosion in Mitleidenschaft gezogen. Das führt zu Rohrbrüchen und Inkrustierungen“, erläutert Fachbereichsleiter Michael Walter. Zur Sicherstellung der Trink- und Löschwasserversorgung wird die vorhandene Stahlleitung (80 mm) in der Schillerstraße durch eine Kunststoffleitung (200 mm) ersetzt. „Die Netzdienste Rhein-Main haben sich uns angeschlossen und erneuern zeitgleich die Gasversorgungsleitung“, so Michael Walter weiter.

Gesperrt werden die Straßen für die Arbeiten jeweils abschnittsweise und die geöffneten Rohrgräben schnell wieder verfüllt, damit die Anwohnenden ihre Grundstücke möglichst ohne große Behinderungen anfahren können. „Komplett lassen sich kurzzeitige Behinderungen aber nicht verhindern. Denn die Arbeiten sind aufwendig“, erläutert er. Die in den 1980er Jahren erneuerte Trinkwasserleitung in der Bahnhofstraße musste zuerst „aufgesucht“, die Höhenlage festgestellt und durch sogenannte Suchschachtungen die Lage der vorhandenen Gas- und Wasserleitungen ermittelt werden. Danach konnte erst die Trasse der neuen Leitungen festgelegt werden.

„Auch wenn keine Baumaschinen rollen und man den Eindruck haben könnte, dass gerade nichts passiert, finden Arbeiten oder Abstimmungen mit der Netzdienste Rhein-Main GmbH statt“, weist Michael Walter auf die nicht sichtbaren Abläufe im Hintergrund hin. Da es sich bei Trinkwasser um ein Lebensmittel handelt, für das strenge Maßstäbe an die Hygiene gelegt werden, wird vor der Inbetriebnahme neben einer Druckprobe, ob die Leitungen dicht sind, auch eine mikrobiologische Untersuchung durchgeführt. „Diese Zusammenhänge machen es deshalb auch schwer, genaue Zeitangaben zu machen, wann welcher Abschnitt abgeschlossen sein wird“, betont der Erste Beigeordnete Martin Mohr und bittet um Verständnis der Anwohnerinnen und Anwohner.

Lediglich die Reihenfolge sei einigermaßen planbar. Leider haben Schlechtwetterphasen, wie ein Schneeeinbruch und anhaltender Regen die Arbeiten verzögert. „Die Arbeiten werden voraussichtlich Mitte Mai abgeschlossen sein“, teilt Martin Mohr mit. Dann geht es in der Immanuel-Kant-Straße weiter. Er bittet um rücksichtsvolles Fahren auf den Umleitungsstrecken. „Bitte halten Sie sich an die Beschilderungen und halten Sie die Bürgersteige frei.“