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DAS passiert in Kriftel

Hexensturm aufs Rathaus

Krifteler Tradition lebt weiter

Am Abend der Altweiberfastnacht wird das Rat- und Bürgerhaus traditionell von Hexen gestürmt. So ist es seit Beginn der neunziger Jahre. Die Hexen werden mit Sekt und Häppchen gebührend empfangen. Jede Frau, unabhängig von Alter, Verein oder Wohnort, ist eingeladen, mitzufeiern. Auch am 12. Februar war es wieder voll im Rathausfoyer: Bis in die frühen Morgenstunden feierten Hexen aus Kriftel und Umgebung, Mitglieder des Krifteler Karneval Klubs (KKK), Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Verwaltung und Bürgermeister Christian Seitz ausgelassen und fröhlich. Nach 40 Jahren wurde Oberhexe Gaby Beese vom KKK, die den Hexensturm mit viel Engagement organisiert und am Leben erhalten hatte, feierlich in den „Oberhexenruhestand“ verabschiedet. Erstmals im Amt war diesmal ihre Nachfolgerin Danika Rieb, die dafür sorgt, dass die Tradition weitergeht.

Früher zogen sogar bis zu 100 als Hexen verkleidete Frauen durch das Rathaus und die Krifteler Kneipen. Mit der Zeit wurden es zwar weniger, aber das tut der Stimmung keinen Abbruch: 30 gutgelaunte Hexen stürmten diesmal das Rathaus, bevor sie den Gaststätten Zagreb, Lindentreff und Engel eine Stippvisite abstatteten. Dann ging es ins Rathaus zurück, um dort noch fröhlich mit Musik, Imbiss, Ehemännern und Freundinnen und Freunden weiterzufeiern.

Ab 19.30 Uhr konnte jeder mitfeiern, auch unverkleidet. Für eine kleine freiwillige Spende von drei Euro als Unkostenbeitrag gab es Würstchen im Brötchen, Spundekäs, Brezel, Sekt und Bier, bereitgestellt vom ehrenamtlichen „Cateringteam“ Moni Beisheim und Tanja Seitz. Fast 100 Personen feierten bis Mitternacht. Highlight war wieder der Auftritt der KKK-Gruppe „Le Fiasco“. DJ Max Heidelmeier sorgte mit Alexander Schmidt (Highlight Event Technik) für die passende Stimmungs-Musik.

Bürgermeister Seitz hofft, dass die Tradition am Leben bleibt: „Mir ist der Brauch wichtig. In den umliegenden Kommunen gibt es das fröhliche Treiben nicht“, sagt er augenzwinkernd. Sein Dank ging auch an die zahlreichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Gemeindeverwaltung, die das Event wieder organisatorisch unterstützt haben.