Haus in Goethestraße verkauft
Käufer für Haus in der Goethestraße gefunden – soll wieder ein „Schmuckstück“ werden
Vor gut zweieinhalb Jahren hat es in der Goethestraße 8 gebrannt - durch unsachgemäßes Handhaben eines Bewohners mit einem Brandbeschleuniger. Verletzt wurde niemand, doch das Haus der Gemeinde war seitdem unbewohnbar. Die Bewohner, drei Obdachlose, wurden anderweitig untergebracht. Das verputzte Fachwerhaus mit einer Wohnfläche von 48 Quadratmetern auf einem 54 Quadratmeter großen Grundstück wurde vermutlich Mitte des 18. Jahrhunderts erbaut, 1887 wurde angebaut. Aus städtebaulichen und geschichtlichen Gründen ist es als Kulturdenkmal ausgewiesen und im Denkmalverzeichnis des Landes eingetragen.
Ein Sachverständiger schätzte die Aufwendungen für die Behebung der Schäden auf rund 32.000 Euro. Dabei hat der Fachmann allerdings außer Acht gelassen, dass das Gebäude unter Denkmalschutz steht. Die Gemeindevertretung hatte deshalb im Dezember 2023 beschlossen, das Grundstück gegen ein Höchstgebot zu verkaufen.
Ein Bieter hatte zwar 49.000 Euro geboten. Bei Vorort-Terminen hatte sich jedoch herausgestellt, dass ihm die Tragweite des Denkmalschutzes für das Gebäude nicht bekannt gewesen sei. Eine Sanierung unter Beachtung der denkmalschutzrechtlichen Vorgaben erschien ihm nicht durchführbar.
Mit einem weiteren Bieter, der 20.000 Euro geboten hatte, wurde das Grundstück mehrfach begangen. Er hatte den Wunsch geäußert, im Erdgeschoss ein Café einzurichten und in den Sommermonaten den Innenhof zur Bewirtung zu nutzen.
Thomas Korschorekt hatte mit 16.000 Euro zunächst das geringste Angebot abgegeben, allerdings mit der Unteren Denkmalschutzbehörde bereits ein Sanierungskonzept abgestimmt. „Mit ihm wurde ein Vergabegespräch geführt, in dem er glaubhaft sein Interesse und seine Fähigkeiten als gelernter Schreiner darlegen konnte“, so Mohr. Nach dem Vergabegespräch hat er zuletzt sein Angebot auf 25.000 Euro erhöht.
Aufgrund des Beschlusses, das Grundstück gegen Höchstgebot zu veräußern, wurde in der vergangenen Woche die Genehmigung der Gemeindevertretung eingeholt und einstimmig erteilt. „Hoffen wir, dass es wieder ein Schmuckstück wird“, so der Erste Beigeordnete Martin Mohr.

