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Pilawa Gorna

Anfang September 2013 ist erstmals eine Delegation des Partnerschaftsvereins Kriftel in die polnische Stadt Pilawa Gorna (Niederschlesien) gereist und herzlich aufgenommen worden. Zuvor gab es nur einen Austausch von Briefen und E-Mails zwischen dem Verein, dessen Mitglieder sich für eine Kontaktaufnahme zu einer Kommune in Osteuropa ausgesprochen hatten, und der polnischen Stadt. Im Juni 2017 wurde in der Sitzung der Gemeindevertretung - im Beisein einer Delegation aus Kriftels französischer Partnerstadt Airaines - einstimmig beschlossen: die polnische Kleinstadt Pilawa Gorna soll ebenfalls Partnerstadt Kriftels und Airaines werden. Der Gemeindevorstand wurde beauftragt, die Vorbereitungen dafür zu treffen. 

Der Krifteler Partnerschaftsverein unterhält seit fünf Jahren intensive Kontakte zu der Stadt in Niederschlesien. „Bei gegenseitigen Besuchen haben wir uns nicht nur kennen, sondern auch schätzen gelernt“, so Bürgermeister Christian Seitz in den Ausschüssen. Die polnische Kleinstadt hat rund 6800 Einwohner, sie liegt etwa 60 Kilometer südwestlich von Breslau und ist bereits vor 1230 entstanden.

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Teilnahme einer Delegation aus Pilawa Gorna am Kerbeumzug in Kriftel.

Auch Kriftels Partnerstadt Airaines hat schon Kontakte zu Pilawa Górna geknüpft. Unter anderem hat man gemeinsam 2015 in Kriftel die Zeltkerb gefeiert. Kennengelernt haben sich inzwischen auch Jugendliche aus allen drei Orten 2016 bei einem trilateralen Jugendtreffen in Polen. Im Sommer 2017 fand ein weiteres Jugendtreffen in Deutschland, organisiert vom Partnerschaftsverein Kriftel, statt.

„Dass nach dem Zweiten Weltkrieg im vereinten Europa die Menschen in ‚Frieden und Freiheit‘ miteinander leben, ist dadurch erreicht worden, dass durch viele europäische Städtepartnerschaften das Verständnis der Menschen der verschiedenen Völker füreinander und das Vertrauen zueinander gewachsen ist und so auch persönliche Freundschaften entstanden sind“, betont Kriftels Bürgermeister Christian Seitz. Die Partnerschaft sei dafür ein gutes Beispiel. Mit dem französischen Ort hatten nach dem Krieg die Heimkehrer, die Fußballer des SV 07 und das DRK erste Kontakte geknüpft, bevor vor 35 Jahren die offizielle kommunale Partnerschaft besiegelt wurde.

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Bürgermeister Christian Seitz (4. v. li.) beim Besuch in Polen. Links neben ihm Zuzanna Bielawsk, Bürgermeisterin von Pilawa Gorna.

Seitz: „In einigen Staaten Europas gelingt es rechtspopulistischen Parteien immer stärker, die Europäische Zusammenarbeit in Frage zu stellen und stattdessen nationales Gedankengut zu verbreiten. Es ist daher wichtig, immer wieder für die Europäische Idee zu werben und auf kommunaler Ebene die Möglichkeiten zu nutzen. Je mehr Netzwerke auf unterer Ebene für die europäische Idee werben würden, umso stabiler kann sie wieder werden.“

Im Mai 2018 soll die Freundschaft offiziell besiegelt werden. Das wäre dann genau hundert Jahre nach dem Ende des Ersten Weltkriegs.


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