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Stabschrecken gezüchtet

Weingartenschule (WGS): Exotischer Nachwuchs im Bio-Raum

Die beiden Terrarien für Gespenst- und für Stabschrecken, die die AG „Kleine Forscher“ im Biologieraum eingerichtet haben, wecken zurzeit großes Interesse bei den Schülern der Weingartenschüler (WGS). Viele nutzen die Minuten vor oder nach dem Unterricht, um die ast-ähnlichen, gut getarnten Tiere zu beobachten und Fragen zu stellen. Mit viel Engagement versorgen die AG-Mitglieder die Tiere und bemühen sich, ihnen ein artgerechtes Zuhause zu bieten.

Ihre Mühen zeigen Erfolg: Letzte Woche schlüpften die ersten Jungtiere der Annam-Stabschrecken. „Bislang konnten wir 24 Schlüpflinge mit einer Körpergröße von 1,3 bis 1,5 Zentimetern entdecken“, so Biologie-Lehrerin Claudia Kornmann. „Um den Schülern zu ermöglichen, die einzelnen Entwicklungsphasen der Jungtiere besser beobachten zu können, haben wir die ‚Kleinen‘ in einem gesonderten Aufzuchtterrarium, unserer ‚Baby-Station‘ untergebracht.“

Jungfräuliche Fortpflanzung

Annam-Stabschrecken sind neben der geschlechtlichen Fortpflanzung auch zur jungfräulichen Fortpflanzung (Parthenogenese) fähig. Sie sind also nicht zwingend auf Männchen angewiesen, da eine Befruchtung nicht erforderlich ist. Aus den unbefruchteten Eiern schlüpfen dann in der Regel immer Weibchen. „Das Aussehen der hartschaligen Eier erinnert an Pflanzensamen. Sie werden von den Weibchen nachts einzeln zu Boden fallen gelassen. Je nach Temperatur schlüpfen nach drei bis sechs Monaten die Larven aus den Eiern“, weiß die Lehrerin.

Die Entwicklung vom ersten Larvenstadium bis zum ausgewachsenen Tier dauert drei bis acht Monate und läuft über vier bis fünf Häutungen. „Oft knabbern die Tiere an ihrer abgestoßenen Haut, um zusätzliche Proteine aufzunehmen. Auch das lässt sich in unseren Terrarien gut beobachten“, so Kornmann.

Schüler und Schülerinnen, die sich für die Tiere interessieren und mehr darüber erfahren wollen, sind herzlich eingeladen, die AG „Kleine Forscher“ am Donnerstag in der siebten und achten Stunde zu besuchen oder mit Claudia Kornmann einen „Beobachtungs-Termin“ zu vereinbaren.

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