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DAS passiert in Kriftel

Radfahrer sind zufrieden

Einige Mängel, aber viel Lob für die Gemeinde

Vergangene Woche trafen sich der Erste Beigeordnete Franz Jirasek und Ordnungsamtsleiter Volker Kaufmann mit dem Ersten Sprecher des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC) Hofheim/Eppstein/Kriftel, Dr. Holger Küst, zum alljährlichen Erfahrungsaustausch in Sachen Radverkehr. Der ADFC unterstützt die Gemeinde seit vielen Jahren mit seiner ehrenamtlichen Arbeit.

Bevor es an die Abarbeitung der Tagesordnung ging, gab es zunächst viel Lob für die Gemeinde, da viele vom ADFC gemeldeten „Mängel“ im laufenden Jahr zeitnah behoben wurden. Dr. Küst hatte jedoch weitere Wünsche mitgebracht. Eines seiner Anliegen ist noch mehr Durchlässigkeit von Sackgassen und Einbahnstraßen. Die Möglichkeit, Einbahnstraßen auch in Gegenrichtung zu befahren, war bei zunächst drei Einbahnstraßen bereits Anfang 2017 im sogenannten Dichterviertel zwischen Leicherstraße und Sittigstraße erfüllt worden. Der ADFC regt nun an, zur einheitlichen Regelung auch die übrigen 13 Einbahnstraßen in Kriftel für den Radverkehr in Gegenrichtung freizugeben.

Jirasek teilte Dr. Küst mit, dass die Einzelprüfung bereits für 2019 vorgesehen sei. „Die unvollständigen Öffnungen der Einbahnstraßen Beethovenstraße, Mozartstraße und  Steinstraße werden vervollständigt.“

Mängel bei der Beschilderung

Dr. Küst übergab der Jirasek zudem eine Liste mit 21 Mängelpositionen zur Beschilderung. An einem Standort liegt beispielsweise der Zwischenwegweiser nicht im Sichtfeld des ankommenden Radlers und wird während der Wachstumsperiode von Blättern verdeckt. Zum Teil müssen Beschilderungen auch korrigiert werden. Jirasek versprach, in dem einen genannten Fall den Pfosten zu verlegen, aber auch die weiteren Mängel zu prüfen.

Zum Stand der Realisierung der Verbindung Hattersheimer Weg - Schmelzweg konnte der Erste Beigeordnete mitteilen, dass im Haushalt 2018 noch 210.000 Euro für die Planung und den Bau der behindertengerechten Rampe vom Hattersheimer Weg auf die Kapellenstraße zur Verfügung stehen. Der Bau ist für 2019 vorgesehen. Für 2020 sind die Umbauten von Wiesbadener Straße und Parkstraße als Fahrradstraßen vorgesehen, ebenso die Querung der Kapellenstraße. Damit wird dann der erste Bauabschnitt abgeschlossen. Im Zuge des zweiten Bauabschnitts soll der Weg dann auf der Freibadseite des Bachs bis zum Weg „Am alten Wasserwerk“ fortgesetzt werden.

Teilnahme am Stadtradeln?

Dr. Küst regte an, dass Kriftel ebenso wie die meisten anderen Kommunen im Main-Taunus-Kreis am „Stadtradeln“ teilnimmt. „ADFC bietet seine Unterstützung im Rahmen der Möglichkeiten an“, betonte er. Jirasek versprach zu prüfen, ob Organisation und Öffentlichkeitsarbeit durch die Mitarbeiter der Verwaltung geleistet werden können. Dr. Küst verwies auf die Unterstützung durch das Klimabündnis, das mit der Web-Plattform und den Werbematerialien die Aktion signifikant unterstützt und damit der Aufwand vor Ort überschaubar ist.

Öffnung Unterquerung A 66 an der Bahnlinie

Die Bauarbeiten an der A66 durch Hessen Mobil dauern an, deren Abschluss ist erst im März 2020 zu erwarten. „Da diese Maßnahme den Radverkehr behindert, bitten wir darum, dass zumindest zeitweise die eine der beiden Seiten für den Radverkehr geöffnet wird“, so Dr. Küst. Die Gemeinde wird ihren Ansprechpartner bei Hessen mobil darauf hin ansprechen und den ADFC über das Verhandlungsergebnis informieren, versprach der Erste Beigeordnete.

Die Baumaßnahmen der Gemeinde (Erstellung eines Abwassersammlers mit einem Durchmesser von 1,8 Metern und die Verlegung einer Gashochdruckleitung) entlang der Bahnlinie wird voraussichtlich Ende 2019 abgeschlossen.

Jahresgespräch der Landwirte - mit dem ADFC

Der ADFC wünscht sich eine Asphaltierung der Verbindung zwischen dem Umspannwerk und den Rhein-Main-Therme (61 Meter lang), eine Sicherung des Schwarzbachradweg auf Höhe der Unterquerung A 66 (Vorschlag einer über dem Boden befindlichen Gitterrost-Konstruktion in der gesamten Unterführung gegen Schlamm), eine Begradigung der nördlichen Unterführungseinfahrt (damit Sichtbeziehungen zwischen Fußgängern und Radlern sowie Radlern untereinander verbessert werden).

„Nach dem Gespräch des ADFC mit dem Ortslandwirt Andreas Theis ist vorgesehen, dass der ADFC beim nächsten jährlichen Jahresgespräch der Obstbauern und der Landwirte zur Nutzung der landwirtschaftlichen Wege durch Radler mit eingeladen wird“, freut sich Dr. Küst. In der Vergangenheit konnte die Gemeinde bereits mehrfach zwischen Radfahrern und Landwirten vermitteln.

Pfosten auf Verbindungswegen

Der Wunsch nach der Entfernung von Pollern auf Verbindungswegen wurde von der Gemeinde ernstgenommen. Die Gemeinde hat eine Liste mit entfernbaren Pollern erstellt und diese geht noch im Dezember 2018 an den ADFC. Als Beispiele nennt der ADFC die Pfosten an der Elisabethenstraße bei der Bauernbrücke sowie die Einmündung des Wegs „Am alten Wasserwerk“ auf die Hofheimer Straße. „An der letzteren Stelle ist auch eine hinreichend breite Bordsteinabsenkung unter Berücksichtigung der Fahrkurvenradien von Radlern erforderlich, die von Hofheim auf die Brücke beziehungsweise von der Brücke nach Hofheim fahren“, so der Vertreter des ADFC.

Toll fänden die Radfahrer auch eine Umlaufsperre an der Einmündung des Limburger Wegs auf die Bachstraße. Dr. Küst: „Am Ende der Barriere ist kein Einblick in die Wiesbadener Straße möglich. Wenn die aus Sicht des Limburger Wegs rechte Barriere entfernt wird, ist der Einblick in die Wiesbadener Straße möglich.“ Jirasek versprach, die Barriere zu entfernen, die nur im Boden verschraubt ist.

Dr. Küst wies zudem darauf hin, dass der Hattersheimer Weg für die Verkehrsbedeutung als wichtigste Querverbindung des nichtmotorisierten Verkehrs zwischen Kriftel und Hattersheim zu schmal ist und damit ein Gefährdungspotential einhergeht. Sein Wunsch: Bei einer Wegesanierung sollte neben der Begradigung an der Einfahrt zur Autobahnunterquerung auch eine Begradigung im Bereich einer ehemaligen Baumscheibe erfolgen.

Die nächste Besprechung findet im Herbst 2019 statt.

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