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Zweite Städtepartnerschaft

Aus den Ausschüssen: Im Mai soll Freundschaft mit Pilawa Gorna besiegelt werden

Beschließen die Gemeindevertreter mehrheitlich in ihrer Sitzung am 22. März die Begründung einer weiteren Städtepartnerschaft mit Pilawa Gorna (Polen), kann die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden am 26. Mai 2018 in Pilawa Gorna stattfinden, teilte Bürgermeister Christian Seitz jetzt in den Ausschüssen mit.

In der Vorlage für die Gemeindevertreter wird der Ablauf beschrieben: In Ausführung des Beschlusses der Gemeindevertretung vom 18. Mai 2017 hat der Gemeindevorstand in der Zwischenzeit mit den politischen Vertretern der Gemeinde Pilawa Gorna die notwendigen Gespräche geführt, um die Rahmenbedingungen für die Begründung einer weiteren Städtepartnerschaft abzustimmen. In diesen Prozess wurden auch die politischen Vertreter der Stadt Airaines (Frankreich) eingebunden. Die Gemeinde Pilawa Gorna möchte sowohl eine Städtepartnerschaft mit Kriftel als auch mit Airaines begründen. Auch die Stadt Airaines möchte sich mit Pilawa Gorna im Rahmen einer Städtepartnerschaft verschwistern. Die entsprechenden Beschlüsse liegen vor.

Ein Baum als Symbol

Die feierliche Unterzeichnung der Partnerschaftsurkunden soll am Wochenende vom 25. bis 27. Mai 2018 in Pilawa Gorna stattfinden. Die Stadt Airaines wird an der Veranstaltung mit einer Delegation von circa 15 bis 20 Personen teilnehmen. „Daher sollte auch die Krifteler Delegation nicht wesentlich größer sein“, gab der Bürgermeister zu Bedenken. Die Vorbereitungen der Partnerschaft wurden durch den Partnerschaftsverein geleistet. Ähnlich wie bei der Partnerschaft zwischen Airaines und Kriftel soll als symbolischer Akt ein Baum gepflanzt werden.

Seitz: Partnerschaften beugen Kriegen vor

Seitz machte noch einmal deutlich, wie wichtig die Städtepartnerschaften im Kleinen und die Unterstützung der Europäischen Union im Großen ist: Nach den beiden großen Weltkriegen lag ganz Europa in Trümmern. Nahezu jede Familie Europas musste den Verlust eines oder mehrerer Angehöriger erleiden. „Der Erfolg der europäischen Einigung zeigt sich darin, dass wir uns gemeinsam darüber freuen können, über 70 Jahre in Frieden und Freiheit miteinander zu leben“, so Seitz. „Dies wurde auch dadurch erreicht, dass durch viele europäische Städtepartnerschaften das Verständnis der Menschen der verschieden Völker füreinander und das Vertrauen zueinander gewachsen ist und so auch persönliche Freundschaften entstanden sind. Die Partnerschaft Kriftels mit Airaines ist dafür ein sehr gutes Beispiel.“

Nach dem Fall der Mauer und der Beendigung des so genannten kalten Krieges sei es auch möglich geworden, den Staaten in Osteuropa diese Europäische Zusammenarbeit anzubieten; in der Folge sind sie der Europäischen Union beigetreten. „Die aktuelle Situation in der Europäischen Union ist indes besorgniserregend. In einigen Staaten Europas gelingt es rechtspopulistischen Parteien immer stärker, die Europäische Zusammenarbeit in Frage zu stellen und stattdessen nationales Gedankengut zu verbreiten. Es ist daher sehr wichtig, immer wieder für die Europäische Idee zu werben und dafür einzutreten. Dazu gehört es auch, auf kommunaler Ebene die Möglichkeiten zu nutzen, die dort zur Verfügung stehen. Das ist in erster Linie die Pflege und Intensivierung von Kontakten zu Städten und Gemeinden in anderen Europäischen Ländern und die Förderung von schulischen Begegnungen“, betont Seitz.

Foto: Die drei Bürgermeister Seitz (Kriftel), Bielawsjka (Pilawa Gorna) und Noblesse (Airaines).

 

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