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DAS passiert in Kriftel

Zugtest an Kastanie

Roßkastanie darf stehen bleiben

Jedes Jahr werden in Kriftel alle 3.800 Bäume von einem Sachverständigenbüro überprüft, zuletzt hat diese Prüfung im Sommer 2017 stattgefunden. Einige Bäume wurden aufgrund der damaligen Prüfberichte einer Fachfirma Anfang dieses Jahres noch einmal gründlicher mit Spezialgeräten untersucht (wir berichteten). Bei sechs von ihnen, die die Verkehrssicherheit gefährden, wurde eine „Sofortfällung“ empfohlen. Die Fällungen sind bereits erfolgt. Bei einer Rosskastanie in der Hofheimer Straße wurde von der Firma Bechstein ein „Zugtest“ durchgeführt, um ihre Stand- und Bruchsicherheit zu bestimmen.

Mittels Greifzug und Stahlseil wird beim Zugtest der zu untersuchende Baum gezogen. Ein Dynamometer am Greifzug misst die Kraft. Diese imitiert die Kraft des Windes. Ein Messgerät am Stammfuß ermittelt die Neigung des Baumes während des Zugversuchs. Die ermittelten Werte werden über ein Computerprogramm ausgewertet. So können konkrete Aussage über die Vitalität, die Sicherheit und die Entwicklung des Baumes getroffen werden.

„Die Auswertung der Daten ist inzwischen da“, teilt Katharina Keib vom Grünflächenamt mit. Aus dieser geht hervor, dass der Baum bis auf weiteres stehenbleiben kann. „Da der Baum durch seine Nachbarbäume und die angrenzende Bebauung vor extremen Windlasten geschützt ist, kann aus dem ermittelten Wert eine gegenwärtig vorhandene Standsicherheit abgeleitet werden.“ Die Untersuchung sollte jedoch in zwei Jahren wiederholt werden, um Veränderungen durch ein Fortschreiten der Fäulnis aufgrund der festgestellten Beschädigungen zu protokollieren, heißt es im Bericht der Experten.

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