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DAS passiert in Kriftel

Weniger Strafzettel, mehr Artenvielfalt

Weniger Strafzettel, mehr Artenvielfalt und verzögerter Ausbau der Erdbeermeile

Vor Beginn der Ausschusssitzungen in der vergangenen Woche konnte der Erste Beigeordnete Franz Jirasek eine Reihe von interessanten Mitteilungen machen:

Stationäre Geschwindigkeitsmessanlagen

Bei den stationären Geschwindigkeitsmessanlagen Frankfurter Straße und Kapellenstraße gehen die Fallzahlen kontinuierlich zurück. Lagen die Fälle/Tag noch von Januar 2018 bis Juli 2018 bei 60 Fällen, verringerte sich die Zahl von August 2018 bis November 2018 auf 50 Fälle und beträgt aktuell 40 Fälle/Tag, wobei das Verhältnis etwa 1:3 ist, das heißt rund 13 Fälle entfallen aktuell auf die Frankfurter Straße und 27 Fälle auf die Kapellenstraße. Die Entwicklung zeigt, dass zwischenzeitlich ein gewisser Lerneffekt, der auch von Anfang an im Vordergrund stand, eingetreten ist. Die beiden Geschwindigkeitsmessanlagen haben sich bewährt. Sie tragen wesentlich zur Verkehrssicherheit, aber auch zur Lärmreduzierung für die Anwohnerinnen und Anwohner bei.

Kunststoffrasenplatz

In Deutschland gibt es derzeit eine „Verunsicherung“, was das Kunststoffgranulat auf Kunststoffrasenplätzen angeht. Die Gemeinde hat sich aufgrund der aktuellen Presseberichterstattung mit dem Architekturbüro, welches den Platz in Kriftel geplant hat, in Verbindung gesetzt, um nähere Auskünfte zu erhalten. Es wurde ein Schreiben eines Prüflabors für den Sportstättenbau zur Verfügung gestellt. Daraus geht hervor, dass der Grund für die Verunsicherung ein Antrag einer europäischen Chemikalienagentur ist, die das in Verkehr bringen von bewusst zugesetzten Mikroplastik verbieten will. Auch der Deutsche Städte- und Gemeindebund (DStGB) hat sich dazu geäußert. Er befürchtet, dass bei einem Einsetzen des Verbots im Jahre 2022 Kosten in zwei- bis dreistelliger Millionenhöhe auf die Eigentümer von mit Kunststoffgranulat gefüllten Plätzen zukommen könnten, unter anderem bedingt durch den Austausch des Granulats. Es wird sich deshalb für eine Übergangsfrist ausgesprochen. Grundsätzlich geht es nicht nur um das Granulat auf Kunstrasenplätzen, sondern auch um das bewusste Ausbringen von Mikroplastik an sich. Mitauslöser der Diskussion über das Gummigranulat war auch eine Studie des Fraunhofer-Instituts (2018), in der von einem jährlichen Austrag in Deutschland von 11.000 Tonnen Gummigranulat aus Kunststoffrasenplätzen in die Umwelt gesprochen wurde.

Kreisinvestitionsfonds 2019

Beim Kreisausschuss des Main-Taunus-Kreis wurde am 31. Mai 2019 ein Antrag auf Förderung durch den Kreisinvestitionsfonds 2019 für Sanierungsmaßnahmen an der Großen Schwarzbachhalle (Hauptdach 570.000 Euro, Erneuerung Heizungsanlage 170.000 Euro, Außentreppe 25.000 Euro) und für den Ausbau des Radverkehrskonzepts (1. Bauabschnitt des Geh- und Radwegs entlang Schwarzbach 610.000 Euro, Rampe 160.000 Euro, Lückenschlüsse 236.000 Euro) in Höhe von 765.000 Euro und 1.006.000 Euro gestellt. Für die Dachsanierung (Abdichtung) der Großen Schwarzbachhalle wurden im Haushalt 2019/2020 325.000 Euro eingestellt. Im Zuge der Vorplanung wurde festgestellt, dass auch eine Wärmedämmung des Dachs statisch möglich und energetisch sinnvoll ist, was zu einer Erhöhung der bisher angenommen Kosten führt.

Ökologische Aufwertung öffentlicher Freiflächen

Durch den Rückgang der Artenvielfalt und das massive Insektensterben in den letzten Jahren besteht das Ziel, die öffentlichen Freiflächen ökologisch aufzuwerten, um dadurch Nahrungs- und Lebenshabitate für viele Arten zu schaffen. Es wurden Flächen im gesamten Ortsgebiet ausgewählt und mit unterschiedlichen Konzepten (Ansaaten, Anpflanzungen, extensive Pflege) belegt. Am Bahnhof wurden drei Beete um den Brunnen mit heimischen und insektenfreundlichen Wildstauden bepflanzt. Die Wiesenflächen um den Kinderspielplatz „Am Mühlbach“ wurden extensiv gepflegt und werden nur zweimal im Jahr gemäht. Entsprechende Informationsschilder über die Gründe zur Pflegeumstellung sind in Vorbereitung. Aufgrund der Stürme in den letzten Wochen mussten zwei Pappeln, die auf den Spielplatz Robert-Schuman-Ring fielen, entfernt werden. Die Verwaltung hat die Eigentümerin aufgefordert, die weiteren Bäume untersuchen zu lassen. Aufgrund des Baumgutachtens mussten diese – wegen der Vogelschutzzeit nach vorheriger Abstimmung mit der Unteren Naturschutzbehörde – gefällt werden. Die Eigentümerin wurde zu Ausgleichsmaßnahmen verpflichtet, welche voraussichtlich im Herbst 2019 erfolgen werden.

Lichtsignalanlage (LSA) Kreuzung Gutenbergstraße/L 3011 neu

Am 18. April 2019 teilte Hessen Mobil mit, dass Angebote zur Realisierung der Querung der L3011für Radfahrer und Fußgänger mit bedarfsgerechter Ampelanlage vorliegen. Die Kosten für eine barrierefreie Ausführung müsste, wenn dies gewollt ist, die Gemeinde übernehmen. Aktuell wird von Kosten für den barrierefreien Ausbau und damit dem Anteil der Gemeinde in Höhe von 9.000 Euro ausgegangen. Es wurde allerdings schon angekündigt, dass sich diese Kosten auch erheblich erhöhen können. Noch wesentlich ärgerlicher ist, dass Hessen Mobil die Zusage vom Oktober 2018 gegenüber der Gemeinde und dem Ortslandwird nicht nachgekommen ist, für die Kunden im Rahmen des Erdbeerverkaufs die Zufahrt von der Kreuzung Auf der Hohlmauer auf den Wirtschaftsweg in Richtung Hattersheim breiter auszubauen. Trotz zahlreicher Nachfragen, Hinweise und Gespräche hat es Hessen Mobil nicht geschafft, die Verbreiterung der Zu- und Ausfahrt zeitgerecht vorzunehmen. Erst in diesen Tagen kam die Meldung, dass man nunmehr die Zufahrt verbreitern wolle. Dies wurde dann allerdings auch nach Absprache mit dem Ortslandwirt abgesagt, weil man jetzt zur Hauptsaison des Erdbeerverkaufs keine Beeinträchtigungen haben wollte und nicht sicher ist, wie lange die bauliche Maßnahme dauert. Die Umsetzung wird jetzt auf den Herbst 2019 verschoben.

Städtebaulicher Vertrag Four Parx GmbH & Co. KG

Mit dem Unternehmen Four Parx GmbH wurde für die Verlängerung der Zubringerstraße (Ispo-Straße) ein städtebaulicher Vertrag mit Ablösevereinbarung über die Kosten der Erschließung in Höhe von 474.598 Euro abgeschlossen. Der zwischen der Gemeinde Kriftel und der Four Parx GmbH & Co. KG abgestimmte Vertrag wurde von der Geschäftsführung des Unternehmens unterzeichnet und ging am 28. Mai 2019 bei der Gemeinde ein. Nach Unterzeichnung des Vertrages durch Bürgermeister Seitz und Ersten Beigeordneten Jirasek wird der Vertrag rechtskräftig. Der Betrag geht überwiegend an die Hessische Landgesellschaft mbH (HLG), welche sich im Rahmen eines Vorvertrages gegenüber der Gemeinde dazu verpflichtet hat, alle Bau- und Planungskosten für die Erschließungsanlagen vorzufinanzieren.

Kindertagesstätte Montessori

Für die Neuplanung der Kindertagesstätte Montessori in der Bleichstraße wurde im April 2019 ein Interessenbekundungsverfahren für die Bewerbung von Planungsbüros in der HAD (Hessische Ausschreibungsdatenbank) veröffentlicht. Bis zum Abgabetermin am 13. Mai 2019 lagen 7 Bewerbungen von Architekturbüros vor. Davon sollen drei Büros ausgewählt und für die Vorentwurfsplanung beauftragt werden. Die Gespräche mit den Verantwortlichen des Montessori-Arbeitskreises Kriftel werden aufgenommen.

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