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DAS passiert in Kriftel

Weingartenschüler in Chicago

Austauschprogramm: Stadtführung in Chicago der besonderen Art

Vom 6. bis 23. März durften 13 Schüler der Weingartenschule (WGS) spannende zweieinhalb Wochen im Südwesten der USA verbringen. Begleitet und kompetent betreut wurden sie dabei von Eleonore Kluge, die seit 1997 diesen USA-Austausch für Schüler der Jahrgänge acht bis zehn leitet. Zweite Begleitperson war diesmal Beate Kletti.

Während ihres Aufenthaltes besuchten sie insgesamt fünf High Schools – die Stammschule La Cueva, die Cleveland High School in Rio Rancho, die Hope Christian Private School, die Bosque Private School und die Albuquerque High School – und hielten Präsentationen über Deutschland 

Die Schüler der WGS lebten in Albuquerque/New Mexico in sorgfältig ausgewählten amerikanischen Familien mit gleichaltrigen Kindern. Sie besuchten den Unterricht ihrer Hostpartner und nahmen aktiv am Unterrichtsgeschehen teil. Highlights der Reise waren die Ausflüge nach White Sands, zu den Tent Rocks, nach Santa Fe und ein zweitägiger Besuch der Stadt Chicago. Bei einer „Food and Bike Tour“ erlebten die Schüler per Fahrradtour bei nur 6 Grad eine Stadtbesichtigung der besonderer Art.

Schule ganz anders: „Arbeite, wann du willst“

Schülerin Patricia Diefenbach hat der Alltag an der Austauschschule La Cueva High School besonders beeindruckt: „Der Unterricht ist komplett anders, als der an deutschen Schulen. Die Schüler haben keine festen Klassen, sondern die Lehrer haben eigene Klassenräume. Das Schulsystem ist eher ein Kurssystem, wovon vier Fächer Pflicht sind, drei darf man sich selbst aussuchen! Also haben die Schüler nur sieben Fächer, wir hingegen circa elf. Jeder Schultag geht bis halb drei, aber im Endeffekt lernen die Schüler eher weniger, weil sie weniger Fächer haben, und diese auch nur für ein, zwei Jahre. Selbst die Sprachen werden nach zwei, drei Jahren abgewählt. Der ganze Unterricht ist mehr nach dem Prinzip ‚Arbeite, wann du willst, nicht wann du musst‘ aufgebaut.“

An der Bosque School war es ähnlich: „Lehrer und Schüler sind dort besonders auf ein lockeres Lernen und freundliches Miteinander bedacht, was ich natürlich sehr cool fand. Die Lehrer versuchen daher eher den Kindern mehr Freiräume und Selbstständigkeit zu lassen“, berichtet die Schülerin Merle Braun. „Besonders hat mich gewundert, dass es den Kindern während den Schulstunden erlaubt ist, das Handy zu benutzen. Und dies taten alle ständig. Interessant jedoch war, dass die Kinder trotzdem im Unterricht mitmachten und die Klasse ruhig blieb, wenn der Lehrer draußen war. Die Schüler waren extrem selbstständig. Diese völlig andere Einstellung zur Schule konnte ich besonders gut in der Morgenversammlung sehen. Dort machten jeden Tag die Schüler Ankündigungen, warben für soziale Projekte oder erzählten Witze.“ Sehr stark beeindruckt hat sie das Walkkout, das die Kinder an einem Tag wegen des Amoklaufs in Florida organisiert hatten. „Einige Schüler hielten Reden und forderten einander auf, sich für strengere Waffengesetze einzusetzen.“

Vom „amerikanischen Feeling“ beeindruckt

Beeindruckt war Julia Walter von Chicagos Größe: „Nicht nur von den Gebäuden, sondern auch von der Stadt insgesamt. Chicago hat nämlich auch viel Natur zu bieten: wie den Lake Michigan, den Chicago River und die großen Parks. Zusätzlich beeindruckt hat mich das amerikanische Feeling.“

Kira Schönberg hat gefallen, wie schnell und freundlich sie von meiner Gastfamilie sowie ihren Freunden aufgenommen wurde: „Witzig fand ich, dass an einem Tag Sommertemperaturen mit um die 20 Grad herrschten ich aber am nächsten Tag im Schnee auf dem Sandia Peak stand.“ Tamino Sinefakis erzählt: „Meine Gastfamilie bestand aus neun Personen. Dies war sehr aufregend für mich, da ich keine Geschwister habe. Oft haben mich die Eltern oder auch mein Austauschpartner zu ihren  Aktivitäten mitgenommen. Mein Austauschpartner spielt Waterpolo. Diese Sportart ist ähnlich wie Handball, nur dass sie im Wasser gespielt wird.“

Ein Highlight des Austauschs war nicht nur für Juliana Elwenn der Ausflug zu den White Sands: „Bei Sonnenuntergang konnte man dort wirklich schöne Bilder mit atemberaubendem Hintergrund machen.“

Im Juni kommen Amerikaner nach Kriftel

Vom 3. bis 12. Juni besucht die amerikanische Deutschlehrerin Cathy Gamble die Weingartenschule Kriftel mit zehn Schülern, sie werden teilweise bei ihren Hostpartnern untergebracht. Sie besuchen unter anderem die Städte Frankfurt, Wiesbaden und Mainz, fahren in den Rheingau und machen dort eine Schifffahrt. „Weingartenschüler verschiedener Jahrgangsstufen bereiten sich bereits darauf vor, den amerikanischen Schülern die Sehenswürdigkeiten zu erläutern“, so Eleonore Kluge. Auch ein Empfang bei Bürgermeister Seitz gehört zum Programm.

Vom 19. Juni bis 14. Juli 2018 besuchen 21 Schüler aus den umliegenden Schulen (Weingartenschule, Elisabethenschule, MTS) New Mexico und Las Vegas. Weitere Infos gibt Eleonore Kluge unter eleonorekluge@gmail.com oder unter www.e-flac.com.

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