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Schwalben willkommen

NABU-Plakette für Andreas Schneider: Bei ihm sind Schwalben willkommen

„Hier sind Schwalben willkommen“, steht auf der hübschen, in weiß-blau gehaltenen Plakette, die dem Krifteler Gärtnermeister Andreas Schneider jetzt von Kriftels Vogelschutzbeauftragtem Hans Heinrich Tecklenburg überreicht wurde. Er übergab die mit der Darstellung zweier Schwalben verzierte Tafel sowie eine Urkunde im Auftrag der Kreisgruppe Main-Taunus des Naturschutzbundes (NABU). „Die Plakette soll zum einen ein Dank dafür sein, dass Andreas Schneider seit 30 Jahren Schwalbennester an seinem Haus in der Schulstraße angebracht hat beziehungsweise Naturnester wohlwollend duldet, zum anderen soll das Schild Andere dazu animieren, sich für die vom Aussterben bedrohten Vögel einzusetzen“, so Tecklenburg.

Er weiß: Oftmals fallen die Schwalbennester, ob künstlich oder natürlich, heutzutage einer Fassadenerneuerung zum Opfer. „Das ist eigentlich verboten“, betont der Vogelschutzbeauftragte, denn die Schwalben stehen unter Naturschutz. „Viele Menschen stören sich vor allem an den Hinterlassenschaften der Vögel. Aber durch die richtige Position unter dem Dachgiebel kann Dreck minimiert werden“, weiß der Experte, der jederzeit für Fragen und Tipps zur Verfügung steht.

Kaum noch Lehm zu finden

Werden Nester entfernt, gibt es immer weniger Möglichkeiten für die Mehlschwalbe, die demnächst aus Afrika wieder in unsere Breiten zurückkehrt, um in Kriftel zu brüten. „Schwalben bauen ihre Nester hauptsächlich aus Lehm, aber dieser Naturstoff ist mittlerweile rar geworden, da Wege und Hofwege befestigt sind“, weiß Tecklenburg. So kommen sie nicht mehr an die benötigten Nestbaumaterialien. Abhilfe schaffen können aber Kunstnester. „Sie sind nicht teuer und die Schwalben halten diese selbst sauber“, erklärt er.

Andreas und Rosemarie Schneider kommen den gefiederten Besuchern seit Jahren entgegen. „Früher hatten wir regelmäßig fünf oder sechs Schwalbennester am Haus“, berichtet Andreas Schneider. Als es dann immer weniger wurden, installierte er Kunstnester an der Fassade. Acht Kunststoff-Nester hängen zurzeit unter dem Dach, eines ist ein Naturnest. „So nehmen die Schwalben die Unterkünfte besser an“, verrät er. „Es hilft aber auch, wenn man die Kunstnester ein wenig mit Lehm einreibt“, ergänzt Tecklenburg.

Die Freude an den hübschen Vögeln ist ohnehin kurz: Im September treten sie bereits die Reise nach Afrika ins Winterquartier an.

Wer Interesse hat, ein künstliches Schwalbennest am Haus anzubringen, kann sich gerne an Hans Heinrich Tecklenburg wenden: Telefon 06192/46468.

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