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DAS passiert in Kriftel

Radweg am Schwarzbach geplant

Ausschüsse: Konzept für Radweg vorgestellt

Kriftel. Der Radverkehr in Kriftel soll optimiert werden. Eine Studie dazu wurde bereits erstellt und den Mitgliedern der Gemeindevertretung in ihrer Sitzung vorgestellt. Thema: die Radverkehrsführung entlang des Schwarzbachs. Das Fachplanungsbüro Radverkehr-Konzept RV-K hat in der Studie fünf Streckenabschnitte entlang des Schwarzbachs näher untersucht. Die Gemeindevertretung hat sich den Vorschlägen des Planers angeschlossen und spricht sich zunächst für die Umsetzung von zwei der insgesamt fünf erarbeiteten Varianten aus. Mit Bau- und Planungskosten für die ersten beiden Streckenabschnitte von geschätzten 185.000 Euro wird gerechnet. Die Planungskosten der Abschnitte „Bär-Brot“ und Schwarzbachallee werden mit 65.000 Euro veranschlagt. Die Möglichkeit einer Förderung soll noch geprüft werden.

Hintergrund: Mit den Haushaltsplänen 2015 und 2016 waren bereits Mittel in Höhe von 47.000 Euro zur Erstellung einer Planung zum Bau eines Radweges zwischen der Kapellenstraße und der Oberweidstraße eingestellt worden, um den bestehenden Fuß- und

Radweg entlang des Schwarzbachs an die Kapellenstraße anzuschließen – und dies möglichst barrierefrei. Die dabei erarbeiteten fünf unterschiedlichen Varianten wurden auf ihre Vor- und Nachteile hin geprüft und auch mit Vertretern des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club (ADFC) und dem Nahmobilitätsbeauftragten des Main-Taunus-Kreises erörtert.

Fest steht: Zunächst soll nun der Abschnitt zwischen der Straße „In den Gartenwiesen“ und der „Kapellenstraße“ und der Abschnitt von der Kapellenstraße bis zur Schwarzbachbrücke an der Hofheimer Straße/Bürgerlinde realisiert werden.

Wiesbadener Straße als „Fahrradstraße“

In der ersten Variante soll der Radverkehr auf der Wiesbadener Straße als „Fahrradstraße“ nach der Straßenverkehrsordnung (StVO) geführt werden, welche für den Kfz-Verkehr freigegeben wird. Hier gilt eine Geschwindigkeitsbeschränkung von maximal 30

Stundenkilometern. „Im Unterschied zu einer Tempo-30-Zone haben die Fahrradfahrer dort jedoch erweiterte Rechte. So dürfen diese zum Beispiel nebeneinander fahren und der Kfz-Verkehr hat sich dem angepassten Fahrverhalten der Radfahrer unterzuordnen“, erläuterte der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. So könne auch eine Beruhigung des Verkehrs erreicht werden.

Die Beseitigung der Treppenanlage am Schwarzbachuferweg/Hattersheimer Weg

im Bereich des Anschlusses an die Kapellenstraße - und stattdessen der Bau einer Rampe (auf einen Prüfantrag der CDU hin) - soll als sinnvolle Maßnahme zum Abbau von Barrieren im öffentlichen Raum im Zuge der Arbeiten umgesetzt werden. Jirasek: „Somit besteht auch hier die Möglichkeit für Freizeitradler oder Familien, abseits des Verkehrs in der Wiesbadener Straße den Schwarzbachuferweg ab der Kapellenstraße in Richtung Hattersheim am Main zu nutzen.“

Die zweite Variante sieht vor, ab der Kreuzung Kapellenstraße die Parkstraße ebenfalls als „Fahrradstraße“ bis zum Beginn der Parkplätze vor den Schwarzbachhallen zu führen. Ab der Einbiegung des Gehweges in Richtung Schwarzbachhallen soll der Radweg dann entlang dem bereits vorhandenen Fußweg am Schwarzbach bis zur Schwarzbachbrücke an der Hofheimer Straße/Bürgerlinde verlaufen, welcher entsprechend den verkehrlichen Anforderungen auszubauen ist. „Für eine Erweiterung der Geschwindigkeitsbegrenzung auf 30 Stundenkilometer ab der Kreuzung Bleichstraße/Am Mühlbach, bei der es bereits zu einigen Unfällen gekommen ist, bis zur Einmündung des Brunnenweges in die Kapellenstraße/L3011 alt konnte bisher keine Zustimmung der zuständigen Verkehrsbehörde erlangt werden“, bedauert Jirasek.

Für weitere Abschnitte – zum Beispiel entlang dem ehemaligen Bär-Gelände und an der „Schwarzbachallee“ – sollen künftig noch Förderanträge gestellt werden. Deren Umsetzung soll dann in den nächsten Jahren im Rahmen der zur Verfügung stehen Haushaltsmittel erfolgen.

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