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DAS passiert in Kriftel

Mehr Raub- als Nutzwild

Bitte Rücksicht auf Tiere und Feldwirtschaft nehmen!

Nach Eröffnung der Jahreshauptversammlung der Jagdgenossenschaft durch Jagdvorsteher Edelbert Hoss sowie seinem Jahresbericht 2017 kam Jagdpächter Helmut Schulte-Oestrich zu Wort, der aus dem Feld berichtete. Es sieht im Pachtgebiet „nicht rosig“ aus, da sich mehr Raub- als Nutzwild darin aufhält, so sein Fazit. Das läge am Aufkommen der Füchse: Die Schonzeit sei für sie ausgedehnt worden. Das habe zur Folge, dass zu wenig Hasen überlebten. Auch die Population der Kaninchen ginge zurück.

Das zeigen auch die notwendigen Abschüsse, die sich jeweils nach dem Vorkommen richten: Erlegt wurden 2017 auf Krifteler Gemarkung an Nutzwild 1 Rehbock, 1 Hase (im Vorjahr waren es noch 13), 27 Kaninchen (in den Vorjahren waren es schon 200 bis 300), 6 Fasane, 26 Stockenten, 2 Nilgänse und 110 Tauben; beim Raubwild waren es 41 Füchse (so hoch war die Zahl noch nie), 5 Dachse, 2 Waschbären, 2 Marder, 105 Rabenvögel und 53 Elstern.

Keine Ruhe für das Wild

Sorgen bereitet auch die Ruhe fürs Wild, findet der Jagdpächter. Hundeführer missachten Hinweise auf richtiges Verhalten mit ihrem Tier im Feld. Regelrechte Radrennen finden auf Feldwegen statt. Eine weitere Sorge bereiten dem Jagdpächter auch die E-Bike-Fahrer. Sie fahren meist zu schnell.

Schulte-Oestrich riet dem Jagdvorstand, mit der Naturschutzbehörde sowie dem Landratsamt in Kontakt zu kommen hinsichtlich des Bestandsschutzes für Grundstücke für den Obstanbau und die Landwirtschaft. Die Direktvermarktung von Erzeugnissen an Feld und im Hof sei notwendig, da sie das Überleben der Erzeuger ermögliche.

Gespräche mit Kreis und Fahrradclub

Für die Gemeinde Kriftel nahm der Erste Beigeordnete Franz Jirasek an der Jahreshauptversammlung teil. Die Jagdgenossenschaft dankte ihm für die Unterstützung der Gemeinde. Jirasek sagte, dass die Problematik um verwilderte Grundstücke wie um zu schnelle Radfahrer im Feld bekannt sei. Er ging auf den Vorschlag zu Gesprächen mit dem Landratsamt ein. Er betonte, der Austausch sei wichtig. Man habe bereits Kontakt zur Kreisbeigeordneten Madlen Overdick und zu Dr. Holger Küst vom Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Club aufgenommen. Jirasek dankte der Jagdgenossenschaft für die Zusammenarbeit im vergangenen Jahr: „Der kurze Weg ins Rathaus bewährt sich!“

Jagdvorsteher Hoss machte zudem auf die nötige Satzungsänderung für die Jagdgenossenschaft aufmerksam. Dazu wurde durch die Gemeindevertretung ein Entwurf erstellt, zu dem noch Ergänzungen eingebracht werden können. Nach Kassenbericht und Bericht der Kassenprüfer wurde der Vorstand entlastet.

 

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