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DAS passiert in Kriftel

Hilfe für Senioren

„Wir helfen nicht nur beim Ausfüllen von Anträgen, sondern geben Hilfe zur Selbsthilfe“

In ihrem ersten gemeinsamen Jahresbericht haben Gabriele Kortenbusch und Kerstin Köhler vom „Senioren- und Sozialbüro“ der Gemeinde Kriftel den Mitgliedern der Gemeindevertretung umfassend dargelegt, welche Angebote und Projekte 2017 durchgeführt wurden. Auch 2018 werden diese weitergeführt. Wichtig ist die soziale Arbeit für Senioren vor allem durch den demographischen Wandel: Die Zahl der Senioren nimmt zu - und somit gibt es auch immer mehr Belange und Fragen, die an die Mitarbeiter des Senioren- und Sozialbüros gerichtet werden.

Das Senioren- und Sozialbüro unterstützt Seniorinnen und Senioren durch Beratung und Hilfestellung vor Ort im Rathaus sowie durch Hausbesuche. „Thema ist dabei alles, was den älteren Bürgern Probleme bereitet und wo Hilfsbedürftigkeit besteht“, so Seniorenberaterin Gabriele Kortenbusch. Das Beratungsangebot betrifft Bereiche wie Haushaltsführung, Pflege, Betreuung, Sicherheit, Wohnformen, Freizeitgestaltung sowie unterschiedlichste Finanzierungsfragen.

Hilfe bei Anträgen aller Art

Die überwiegenden Tätigkeiten des Senioren- und Sozialbüros liegen in der Hilfestellung bei Rentenantragsstellungen und der Information über verschiedene Altersrenten. Senioren werden zudem aufgeklärt über Sozialhilfe- und Grundsicherungsanträge, der Befreiung von GEZ-Beiträgen oder auch Schwerbehindertenanträge. „Dabei sind wir stets in Kontakt mit umliegenden Behörden, um bei Bedarf Kontakt herzustellen und eine zügige und einfache Regelung zu gewährleisten“, betont Kerstin Köhler.

Die Beratung kann sowohl telefonisch als auch persönlich in der Sprechstunde erfolgen. Bei Bedarf werden auch Hausbesuche gemacht. Natürlich sind es nicht nur bürokratische Vorgänge, bei denen das Senioren- und Sozialbüro unterstützt. „Die Beratungsangebote decken ein breites Spektrum ab: Themen können die Hilfe und Pflege zu Hause, Dienste und Einrichtungen der Altenhilfe, Wohnen im Alter, finanzielle Hilfen und rechtliche Vorsorge, der Umgang mit Demenz und anderen psychischen Erkrankungen, aber auch soziale Kontakte und Freizeitgestaltung sein“, erklärt die Seniorenberaterin der Gemeinde.

Hilfe zur Selbsthilfe

Je nach Erfordernis des Betroffenen kann die Beratung mal einmalig, mal auch über einen längeren Zeitraum erfolgen – jeder Beratungsfall wird einzeln betreut. „Selbstverständlich ist die Beratung freiwillig, neutral, vertraulich und kostenfrei“, fügt Kortenbusch hinzu.

Die Seniorenberatung ist in erster Linie ein Ansprechpartner und will Hilfe zur Selbsthilfe bieten, immer mit Rücksicht auf persönliche Umstände. Die Beratung hilft hier bei einer Anhäufung von Fragen und Unsicherheiten, Probleme in kleinen, überschaubaren Schritten zu meistern. In psychosozialen Problemen bietet sie ein offenes Ohr und gibt Anregungen und Ideen, Lebenssituationen zu bewältigen. Dabei nimmt die Zahl der zeitlich aufwendigen Beratungen im Vergleich tendenziell zu.

Hockergymnastik und Babbel-Runde

Neben dem Beratungsangebot organisiert das Senioren- und Sozialbüro eine Reihe an Projekten und Aktivitäten: Seit 2013 bietet die Seniorenberatung zusammen mit dem Kelkheimer Verein für Bewegungstherapie und Herzsport eine Senioren-Hocker-Gymnastik an, bei dem Beweglichkeit und Gleichgewicht vom Hocker aus trainiert werden.

Zusammen mit einer Gruppe engagierter ehrenamtlicher Krifteler kann die Seniorenberatung einen ehrenamtlichen Besuchsdienst anbieten. Ehrenamtliche besuchen dabei Senioren zuhause, gestalten zusammen ihre Freizeit oder helfen bei Einkäufen. Die Seniorenberatung vermittelt dabei zwischen Besucher und Senior.

Der Seniorenstammtisch, der immer am 1. und 3. Dienstag im Monat stattfindet, ist ein Treffpunkt für „rüstige, kontaktfreudige und unternehmenslustige Senioren“, die alleinstehend sind oder einen pflegebedürftigen Angehörigen zu betreuen haben. Der Stammtisch mit dem neuen Namen „Babbel-Runde“ ist eine Möglichkeit des Austauschs und auch der Planung gemeinsamer Aktivitäten.

Speziell für pflegende Angehörige veranstaltet die Seniorenberatung in Kooperation mit dem Familienzentrum inzwischen monatlich im Kursana Domizil am Freizeitpark das Café Pause. Hier treffen sich Menschen, die Angehörige pflegen oder deren Angehörige in Pflegeheimen betreut werden, um sich untereinander und mit professionellen Ansprechpartnern über ihre oft sehr schwierige Alltagssituation auszutauschen.

Zusätzlich gibt es immer wieder verschiedene Informationsvorträge statt, zum Beispiel zu den wichtigen Themen Vorsorgevollmacht und Patientenverfügung. Bitte vormerken: Dieses Thema wird am Dienstag, den 30. Oktober, um 18.30 Uhr im Rat- und Bürgerhaus behandelt. Außerdem gibt es eine Seniorensicherheitsberatung, die den Selbstschutz vor Trickbetrügereien stärken soll.

Ansprechpartnerinnen sind Gabriele Kortenbusch, aufsuchende Seniorenberaterin, unter der Telefonnummer 06192/4004-26, und Kerstin Köhler (Rente, Sozialhilfeanträge, Grundsicherung) unter 4004-49.

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