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DAS passiert in Kriftel

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Pfarrer Bertram und Bürgermeister Seitz harmonierten - 35 "posts" kamen durch

Nach 2017 fand jetzt zum zweiten Mal ein interaktiver sublan Gottesdienst in der Kirche der Evangelischen Auferstehungsgemeinde in Kriftel statt. 58 direkte Gottesdienstbesucher, dazu technisch beigesteuert etwa weitere 35, addierten sich zu über 90 Beteiligten und stellten den Initiator dieser modernen Gottesdienstform, Pfarrer Rasmus Bertram, zufrieden. Vermutlich wird er noch in diesem Jahr zu einem dritten Gottesdienst dieser Art einladen.

Erneut seien gute Beiträge von außerhalb in den Gottesdienst gesteuert worden, fasst Bertram diese „Interaktivität sublan“ (telekommunikative Verbindung) zusammen. Das lässt darauf schließen, dass sich diese offene Gottesdienstform bewähren könnte. Der Pfarrer und sein Kirchenteam haben auch bei Aufbau und Einrichtung der Technik in der Kirche genau hingeschaut. Während zum ersten Gottesdienst dieser Art ausschließlich die auswärtigen Techniker Hand anlegten, so sind die Krifteler Gottesdienstgestalter jetzt in Vorbereitung des zweiten Gottesdienstes technisch geschult worden und können ihr Handwerk.

Politik und Kirche müssen Anhänger versammeln

Pfarrer Bertram hatte in Ausführung des Gottesdienstes jetzt eine geschätzte Persönlichkeit an seiner Seite: Bürgermeister Christian Seitz. Da der Pfarrer für seine Predigt einen Text aus dem 1. Brief des Apostels Paulus an die Gemeinde in Korinth ausgesucht hatte (1. Kor. 9, 16-23), war der Schritt des Pfarrers logisch, den demokratisch gewählten Bürgermeister Christian Seitz in den Gottesdienst und an seine Seite zu bitten. Denn es ist ein Text der Paulinischen Wandlung an die Seite von unterschiedlichen Menschen, „um möglichst viele zu gewinnen (für den neuen christlichen Glauben)“. Eine menschliche Wandlungsbereitschaft, die auch unter tüchtigen Demokraten unserer Zeit aufkommt, denn sie müssen Anhänger für ihre Absicht mehrheitlich sammeln und hinter sich bringen. Seitz sagte spontan zu.

Der Paulinische Brief drückt die Mitmachfreude des Apostels aus. Gleich und Gleich gesellt sich gern: Auch der Bürgermeister ist von jenem Trieb für Kriftel und seine Bürgerschaft seit 14 Jahren (auch als Erster Beigeordneter) beseelt. Bertram erkennt in ihm einen „Berufenen“. „Alles aber tue ich um das Evangelium willen, um an seiner Verheißung teilzuhaben“, schließt Vers 23. Bei Seitz ist es die weltliche Verpflichtung, die Zivilgemeinde Kriftel demokratisch zu führen und gestaltend voranzubringen. So waren Pfarrer und Bürgermeister durchaus ein Team in der Absicht. Allerdings gesondert aufgestellt in Kirch- und Zivilgemeinde.

35 Beteiligungen per Smartphone und Tablet

Pfarrer und Bürgermeister gingen auf die Einlassungen und Fragen von außen geschickt ein. So kam es, dass sie vielen Beteiligten sublan antworten konnten. 35 eingehende Beteiligungen sind in einer Gottesdienststunde, in der auch Liturgie noch zum Ausdruck kommt, nicht zu schaffen.

Der Bürgermeister ging durchaus mit Spannung auf seinen neuen Part in diesen Gottesdienst und hat die ihn zugeteilten Partien nach Urteil eines kompetenten Besuchers souverän gemeistert: „Wie wir es von ihm gewohnt sind“.

Laura Schäfer moderierte den Gottesdienst und las die von außen kommenden, anonymen Beiträge Pfarrer, Bürgermeister und Gottesdienstbesuchern vor. Und noch eine Dame spielte eine angenehme Rolle in diesem modernen Gottesdienst: Kirchenmusikerin Kristel Neitsov-Mauer brachte neue Lieder in den Gottesdienst ein.

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