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DAS passiert in Kriftel

Genetischer Fingerabdruck

WGS: Schüler wollen demnächst einen genetischen Fingerabdruck sichtbar machen

Wer eine fremde Welt entdecken will, sollte eine gehörige Portion Neugier und Wissensdurst im Gepäck mitbringen. Beides hatten die unzähligen Besucher beim „Tag der Offenen Tür“ in der Weingartenschule Kriftel (WGS) auch dabei. Mit offenen Augen und Ohren konnten die Schülerinnen und Schüler mit ihren Eltern eine normalerweise für Außenstehende verschlossene Welt entdecken: Alle Türen standen offen und sinnliche Reize sowie neue Einsichten und Ausblicke gab es reichlich.

Mit Ahs und Ohs

Ein abwechslungsreiches und informatives Programm erwartete die Besucher. Dazu gehörten Unterrichtsstunden in den Fächern Mathematik, Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch und Latein, die aktiv oder als Zuschauer miterlebt werden konnten. Aufgelockert wurde das Lehrprogramm durch Vorstellung der Angebote wie das DFB-Fußballabzeichen, „Bewegte Pause“,  gesunde Ernährung, den Schulchor und die Weingärtchen-AG. Auch die „Digitalen Helden“ präsentierten sich mit einem Stand im Forum: Blinkende Lötmännchen und ein 3D-Drucker standen im Mittelpunkt. In der Aula fanden Auftritte des Theaters und der Schulband großen Anklang.

In dem gut sortierten Bücherflohmarkt konnte man in Ruhe stöbern oder sich im „Imperium Romanum“ zur Römerin frisieren lassen. Das vielfältige Angebot der WGS an Sprach- und Kulturreisen nach Frankreich, Spanien, Italien oder in die USA hat so manchen Besucher verblüfft. Besonders beliebt waren die Mitmachangebote in den Fachräumen von Physik, Chemie, Biologie, Musik oder Kunst. Da gab es  von den Besuchern das eine oder andere anerkennende Ah und Oh aufgrund der unerwarteten Resultate.

Spannend und informativ

Die Gespenstschrecken, die im Biologieraum frei auf Ihren Ästen herumturnten, lösten zum Beispiel solch ein Erstaunen aus. Bewacht von den drei „kleinen Forschern“ - so der Name der AG - Lara, Emma und Melisa, ließen die Insekten sich gut getarnt zunächst nicht von den Zweigen unterscheiden. „Tiere zu beobachten ist so spannend“, meinte eine der kleinen Forscherinnen. Natur hautnah zu erleben, wird im Fach Biologie an der WGS besonders großgeschrieben. Immens vergrößert erschienen auch die Zecke, der Hundefloh und das Facettenauge einer Biene unter dem Mikroskop.

Überhaupt erhielten die Naturwissenschaften an diesem Tag großen Zuspruch. Ob die Schüler der 8. Klasse, die im Chemieraum mit Rotkohlsaft als Indikator experimentierten, eine Lavalampe aus Wasser, Öl und Brause zauberten oder Ballons mit Essig und Backpulver aufbliesen – Jung und Alt waren zunächst ungläubig und dann mit wachsender Begeisterung bei den Experimenten dabei. „Demnächst werden wir einen genetischen Fingerabdruck sichtbar machen“, erklärte einer der jungen Chemikanten voller Stolz auf sein Fach und seine Schule.

Mittendrin statt nebenbei

Stolz auf unsere Schule, das war tatsächlich eine Art unsichtbares Leitbild an diesem Tag. Der interessierte Zuschauer konnte es in so mancher Ecke spüren und auch öfters mitbekommen. „An der WGS wird vom Schüler aus gedacht“, sagte eine Mutter nach erfolgter Schnupperstunde Latein. Dabei helfe eine durchschnittliche Klassengröße von nur 25 Kindern, ergänzt Gymnasialzweigleiterin Nicola van de Loo. Die Weingartenschule präsentiere sich nicht abgehoben und elitär, so die Eltern von zwei WGS-Schülern, man sei mittendrin in der Gesellschaft mit all ihrer Lebendigkeit und ihren Facetten.

Der gute Ruf

„Guten Unterricht zu halten ist den Lehrerinnen und Lehrern an der WGS ein wichtiges Anliegen“, betonte Schulleiterin Silvia Schmidt. „Aber neben der anschaulichen Vermittlung des Unterrichtsstoffes ist es wichtig, pädagogisches Gespür für die Stärken und Schwächen jedes einzelnen Schülers mitzubringen.“ Und dies sei im Leitbild der WGS als sozialwirksamer Schule fest verankert.

Ein guter Ruf eile der Schule mittlerweile voraus – da sind sich vier Schülereltern nach der Theateraufführung des Zauberlehrlings von Johann Wolfgang von Goethe einig. Die Anzahl der Voranmeldungen sprachen übrigens auch für die WGS: Binnen dreieinhalb Stunden stapelten sich mehrere Dutzend Formulare auf dem Tisch der Schulleitung.

Positive Reaktion

„Ein großer Erfolg für unsere Schule“, lobte die stellvertretende Schulleiterin Elke Wetterau-Bein alle Beteiligten. Die gute Organisation nebst den vielfältigen Vorführungen und Mitmachprojekten und der tatkräftigen Unterstützung eines engagierten Elternbeirates und Fördervereins haben die Neugier und die Entdeckerlust der Besucher wecken können. Wie meinte der Chemikant Marcel aus der R8c so treffend: „Die Reaktion ist das Spannende, also zu beobachten, wie sich die Zutaten untereinander verhalten“. Alexander van de Loo

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