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DAS passiert in Kriftel

Gemeindewerke integrieren

Vereinfachte Verwaltungsabläufe und ein besserer Jahresabschluss

Seit 2016 findet in Kommunen des Main-Taunus-Kreises die Rückgliederung von Eigenbetrieben in die Stadt- oder Gemeindeverwaltung statt. Gründungen dieser Betreibe gehen bis zu Beginn der achtziger Jahre zurück. Die Hessische Landesregierung befürwortet die Rückgliederung. Die Doppik, das kaufmännische Rechnungswesen in der Verwaltung, begünstigt die Re-Integration. Man verspricht sich in den Kommunen davon Synergien und Ersparnisse und eine bessere Kontrolle.

Die Gründung von Eigenbetreiben war Anfang der achtziger Jahre „simpel“. Die Rückholung heute bindet dagegen Verwaltungskräfte, kostet Zeit und bedeutet Organisationsaufwand. Das betonten Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Franz Jirasek: Sie legten der Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung vor Ostern als Beschlussvorschlag das Ergebnis eines Prüfantrags vor, der die „Auswirkung einer Re-Integration der Gemeindewerke in die Gemeindeverwaltung“ vorstellt. Der Prüfauftrag war Anfang 2017 von der CDU-Fraktion schriftlich an den Gemeindevorstand ergangen und im März 2017 von der Gemeindevertretung beschlossen worden. Das Fazit: Trotz allem Arbeitsaufwand überwiegen die Vorteile.

Aufwand groß, aber Vorteile überwiegen

„Formal müssen eine neue Aufgabenverteilung geschaffen und Befugnisse festgelegt werden. Die Anpassung der Haushaltsstruktur und die Überführung in das Rechnungswesen des Kernhaushalts werden mit erheblichem Aufwand verbunden sein“, stellten die beiden Hauptamtlichen fest. Sie betonten jedoch: „Allerdings können die Mehraufwendungen in den folgenden Jahren ausgeglichen werden, da künftig ein bedeutend geringerer Aufwand anfallen wird, wenn nur noch ein Haushalt und eine Jahresrechnung erstellt werden müssen und keine getrennte Buchführung nach zwei verschiedenen rechtlichen Grundlagen mehr notwendig sein wird.“

Im Ergebnis könne festgestellt werden, dass die Vorteile einer Rückführung der Gemeindewerke in die Gemeindeverwaltung überwiegen. „Gerade aufgrund der effizienteren Arbeitsabläufe werden finanzielle Einsparungen erwartet: Die direkten Einsparungen könnten im Sachkostenbereich bei 12.000 Euro jährlich liegen, die indirekten Einsparungen werden deutlich höher sein“, so die Rathausspitze. Die Abstimmung über das Ergebnis erfolgte dann in der Sitzung der Gemeindevertretung einstimmig  positiv.

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