Zeitung auf Schreibtisch - Aktuelles

Immer informiert

DAS passiert in Kriftel

Führungswechsel bei der Wehr

Neue Führung bei der Feuerwehr: „Die Fußstapfen sind groß“

Bei der Freiwilligen Feuerwehr in Kriftel hat sich das Führungsteam komplett erneuert: Dass sich Gemeindebrandinspektor Thomas Rieger sowie seine Stellvertreter Andreas Möller und Simon Stadi-Willms von ihren Ämtern verabschieden würden, stand schon länger fest. Patrick Kilian wurde bereits im März zum neuen Gemeindebrandinspektor (GBI) und auch Peter Schubert sowie Andreas Windl wurden zu seinen Stellvertretern gewählt. Jetzt fand offiziell die Übergabe der Entlassungs- und Ernennungsurkunden im Rat- und Bürgerhaus statt. Jirasek wollte sich mit einem separaten Termin Zeit für die engagierten Ehrenamtler nehmen.

Wie schwierig es ist, einen gemeinsamen Termin zu finden, zeigte sich auch wieder kurz vor dem Treffen: Ein eingehender Alarm stellte sich allerdings als Fehlalarm heraus.

Große Fußstapfen

Die Herren der Wehr schufen einen imposanten Auftritt in Dienstuniform der Wehr. Jirasek, auch zuständig für Brand-  und Katastrophenschutz in der Gemeinde, fasste diesen denkwürdigen wie auch historischen Anlass in Kriftel treffend zusammen: „Die Gemeinde erlebt eine Zäsur. Die Fußstapfen, die nun ausgefüllt werden müssen, sind groß.“

Thomas Rieger ist seit 1977 bei der Feuerwehr, Möller seit 1991 und Stadi-Willms seit 1997. Alle haben sich ideal ergänzt. Rieger war über 20 Jahre Brandinspektor der Gemeinde: „So kompetent hätte kaum ein anderer sein können“, betonte der Erste Beigeordnete. Rieger machte deutlich, dass ihm sowohl seine Kameraden als auch seine Familie den Rücken gestärkt haben. Er dankte für die persönliche Anerkennung, doch er betonte auch, dass es innerhalb der Wehr auch auf den Teamgeist ankomme. Er verabschiede sich jetzt keineswegs aus der Wehr, sondern tue in ihr weiter Dienst. Jirasek nannte ihn ein „Vorbild“ für die Gesellschaft. Auch sein Stellvertreter Andreas Möller beurteilte das Team Krifteler Feuerwehr als „gut und verlässlich“.

Rieger ist sich der „Zäsur“ durchaus bewusst. „Wir haben diese Entwicklung zu Verabschiedung und Neuantritt in der Wehr schon rechtzeitig vor zwei Jahren intern angesprochen und im Konsens dann auch vorbereitet“, betonte Rieger. Patrick Kilian, Peter Schubert und Andreas Windl sind erfahrene und ausgebildete Herren der Wehr, die ihren Aufgaben gewachsen sind.

Ehefrau sagte Ja

Patrick Kilian beriet er sich zunächst länger mit seiner Ehefrau, als es um die Entscheidung ging, den Posten des GBIs zu übernehmen. „Das Amt wirkt sich stark auf das Familienleben aus“, weiß er. Sie gab ihr Einverständnis, lernten beide sich doch über die Feuerwehr kennen. Das neue Team Kilian (seit 1987 bei der Feuerwehr), Schubert (seit 2007) und Windl (seit 1993) sei kompetent, so Jirasek. „Es freut mich, dass wir eine starke Mannschaft gefunden haben.“

Er nahm den Termin auch zum Anlass, die Freiwillig- und Ehrenamtlichkeit in der Feuerwehr Kriftels hervorzuheben. Er appellierte dabei an die Bürgerschaft und über sie hinaus, diesen anspruchsvollen Dienst für Gemeinschaft und Gemeinwohl „weiterhin wert zu schätzen“. Die über 100 Einsätze der Krifteler Feuerwehr 2017 seien nur Teil ihres Engagements für die Allgemeinheit: Übungen, Lehrgänge, Wartung der Anlage und Technik, die Nachwuchsförderung gehören dazu. Der Brandschutz bei Veranstaltungen fordere ebenfalls Einsatzkräfte in ihrer Freizeit.

„Die Verwaltung steht zu ihrer Feuerwehr!“

Die Tagesalarmstärke der Wehr bleibe auch in Kriftel im kritischen Blick, um die Zehn-Minuten-Frist von Alarmierung bis erstem Eintreffen der Wehr „vor Ort“ sicherzustellen. Bisher schaffe die Wehr das auch. Die Gemeinde fördere sie dabei: „Die Verwaltung steht zu ihrer Feuerwehr!“

Des Weiteren sprach Jirasek die Unterstützung von Familien für ihre Aktiven in der Feuerwehr an. Man erkenne zusehends den dauerhaften Zusammenhang von Familien und Wehr. Dafür seien Rathaus, Gemeindevorstand wie -vertretung auch dankbar und er, als Verantwortlicher für Brandschutz, danke den Familien wie den Partnern für ihre Unterstützung der Aktiven.

Die Ehrenamtlichkeit sei Ausdruck einer persönlichen Entscheidung, am Gemeinwohl der Gesellschaft mitzuwirken. Daher gelte es, diese engagierten Menschen zu unterstützen und ihnen Dank zu sagen - Staat und Gesellschaft müssten sich daher vehement gegen Störer wehren, die sich Engagierten im Einsatz beleidigend in den Weg stellen.

Cookies optimieren die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.