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DAS passiert in Kriftel

40 Jahre Kriftel in Bildern

Mitglieder des FFC setzen seit 40 Jahren Kriftel ins rechte Licht

„Setzen Sie Kriftel weiter ins rechte Licht“, bat Franz Jirasek augenzwinkernd am Ende seiner Glückwunschrede zum 40sten Geburtstag des Foto- und Film-Clubs Kriftel (FFC), der am Sonntag groß im Rat- und Bürgerhaus gefeiert wurde. Der Erste Beigeordnete dankte im Namen der Gemeinde für das große Engagement des Vereins. Über 90 Bürger und Vertreter aus der Ortspolitik, aus befreundeten Vereinen und Vereinigungen waren gekommen, um mitzufeiern. Der Vorsitzende des FFC, Werner Mitsch, begrüßte neben Jirasek auch Ehrenbürgermeister und Vereinsmitglied Paul Dünte mit seiner Frau sowie eine Delegation aus Kriftels Partnerschaftsstadt Airaines/Frankreich.

Mitsch hatte mit den Vereinsmitgliedern für den Jubiläumsabend ein interessantes Programm zusammengestellt, bei dem besonders die historische Diaschau über Kriftel und Bernd Reimanns Beitrag „Kriftel Gestern & Heute“ für Neugier sorgte: Gerlinde Sittig und Wilfried Krementz kommentieren die vielen Fotos fundiert und steuerten viele interessante Geschichten rund um die Fotowerke bei. Viele alte und neue Bilder hatte dafür „Ortschronist“ Gerhard Jaeger (86) beigesteuert. Erst kürzlich hat er der Gemeinde Kriftel sein umfassendes Foto-Archiv zur Verfügung gestellt. Jirasek: „Das freut uns sehr. Diese Fotos aus den letzten 40 Jahren sind für uns von unschätzbarem Wert!“ 

Gezeigt wurden am Jubiläumsabend Filme und Multimediashows aus den aktuellen Projekten. Präsentationen kamen zudem von Heidi und Heinz Seelig („ Kurzgeschichten aus der Natur“), Harald Schröter („Winterlichter“ und „Grafitti“) und Thomas Wiegand („Lightpainting 4.0 - Licht, Menschen und mehr“). Nach den Präsentationen saß man noch lange gemütlich bei einem Imbiss zusammen. Es hat sich wieder einmal gezeigt: Filme, Dias und Fotos wecken Erinnerungen sind immer ein guter Anlass für Gespräche.

Ortsgeschichte für Nachwelt auf Band festgehalten

Mitsch ging zu Beginn des Abends auf die Geschichte des Vereins ein: Der evangelische Pfarrer Klaus Hoffmann hatte im Sommer 1978 Hobbyfotografen im evangelischen Gemeindehaus versammelt. „Ein Fotowettbewerb wurde ausgeschrieben und zahlreiche Teilnehmer aller Altersklassen fühlten sich angesprochen. Im Oktober 1978 kam es zur Vereinsgründung, der erste Vorsitzende war Hans-Karl Post, heute unser Ehrenvorsitzender“, so Mitsch, der wie Hans-Karl Post und Gerhard Jaeger bereits Gründungsmitglied war und bis heute dem Club die Treue hält. „Bei der Gründung 1978 bestand der Club aus 24 eingetragenen Mitgliedern, heute sind wir 32 Mitstreiter, also, wie ich meine, eine recht gute Bilanz.“

Bereits 1982 wurde vom FFC eine fotografische und filmische Dokumentation über Kriftel mit dem Titel „Krifteler Bilderbogen 1982“ erstellt und in der Kleinen Schwarzbachhalle öffentlich vorgeführt. 1990 fand in Kriftel ein Großereignis, die 1200-Jahrfeier, statt. Auf Wunsch der Gemeinde sollten die Aktivitäten, die übers Jahr stattfinden, filmisch und auch fotografisch festgehalten und vorführbar aufgearbeitet werden. Mitsch: „Diese arbeiten zogen sich über mehrere Monate hin und waren eine echte Herausforderung, bei der viel Einsatzbereitschaft von den einzelnen Mitgliedern verlangt wurde. Der Vereinsring kaufte damals eine VHS-Videokamera, für unseren Verein wäre sie nicht bezahlbar gewesen und so wurden der Festzug und andere Großereignisse vom FFC filmisch festgehalten.“ Vor einigen Wochen konnte er bei einer Vorführung am Seniorennachmittag im Rat- und Bürgerhaus erleben, wie viel Freude der Film heute noch bereitet.

Seit Bestehen des FFC wurde die Entwicklung der Partnerschaft zwischen Airaines und Kriftel mit der Kamera festgehalten: Besonders zu erwähnen ist das Friedenskonzert im Oktober 2014, als Sänger aus Kriftel und Airaines in einem gemeinsamen Chor in Airaines und Kriftel auftraten. Anlass des Friedenskonzertes war der Beginn des ersten Weltkrieges vor 100 Jahren.

Seit Januar 2007 nutzt der FFC für die Clubabende den Schulungsraum der Freiwilligen Feuerwehr Kriftel. Seit Jahren beteiligen sich Fotografen des Clubs an der MTK-Fotoschau, die alle zwei Jahre stattfindet. Die diesjährigen Fotos von der MTK-Fotoschau zum Jahresthema 2018 „Schemenhaft“ sind noch bis Januar im Seniorenpflegeheim Kursana Domizil zu besichtigen.

Videokamera für 5.000 Mark

Inzwischen ist die Linie zwischen Fotoapparat und Filmkamera verwischt. Wie sich das Handwerk der passionierten Filmer und Fotografen im Laufe der Zeit gewandelt hat, konnten die Besucher anhand der Vitrine am Eingang sehen. In dem Glaskasten sind Klassiker ausgestellt, unter anderem eine „Synchro Box“ von Agfa (ab 1930). Heutzutage macht fast jeder nur noch mit seinem Mobiltelefon Filme und Fotos. „Aber die werden immer besser“, so Werner Mitsch.

„Der Wechsel von analogen zu digitalen Geräten war für uns ein Segen“, so Mitsch. Die Videokamera der Marke Panasonic, die der FFC 1990 vom Vereinsring gestiftet bekam, war so groß wie ein Aktenkoffer. Die Aufnahmen wurden bei dem 5.000 Mark teuren Gerät direkt auf VHS-Kassetten aufgezeichnet. Mitschs aktueller Camcorder ist kleiner als eine solche Kassette, kann wesentlich mehr Aufnahmen in viel höherer Auflösung abspeichern und kostete deutlich weniger. Digitalkameras zeigen dem Fotografen sofort das Ergebnis, eine Nachbearbeitung am PC ist einfach und voller Möglichkeiten.

Wer macht mit beim Fotowettbewerb?

Mit dem Jubiläumsabend startete der FFC einen Fotowettbewerb mit dem Motto „Krifteler Augenblicke“. Werner Mitsch: „Wir suchen Fotografen jeden Alters, die zeigen, wie sie ihren Heimatort Kriftel durch das Objektiv sehen. Wir hoffen, dass neben den klassischen Motiven von Kriftel auch viele ungewöhnliche Ansichten und Momentaufnahmen eingeschickt werden.“ Teilnahmeschluss ist der 31. Juli 2019.

Weitere Infos unter www.ffc-kriftel.de.

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