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DAS passiert in Kriftel

Bürgermeister rücken eng zusammen

Corona-Pandemie: Städte und Gemeinden rücken in der Krise eng zusammen!

In jeder Krise liegt auch eine Chance, so sagt man. Und genau das erleben derzeit die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sowie Hauptamtlichen der zwölf Städte und Gemeinden des Main-Taunus-Kreises. Nahezu täglich stimmen die kommunalen Spitzen über die einzelnen Schritte, die nun notwendig sind um die Corona-Pandemie einzudämmen, ab und das völlig über die Parteigrenzen hinweg. Auch mit Landrat Michael Cyriax ist man im stetigen Austausch.

Kriftels Bürgermeister Christian Seitz und der Erste Beigeordnete Franz Jirasek sind sich einig: “Eine solche enge, vertrauensvolle und freundschaftliche Zusammenarbeit mit den Kolleginnen und Kollegen im Kreis haben wir bislang noch nicht erlebt!“ Seit 14 Jahren stehen die beiden an der Spitze der Krifteler Verwaltung. Eine vergleichbare Situation habe es in dieser Zeit aber noch nicht gegeben, auch wenn die Unterbringung der Flüchtlinge vor etwa fünf Jahren bereits eine außergewöhnliche Situation war. „Diese Herausforderung schweißt auch die Mitarbeiter der Verwaltung noch einmal zusätzlich zusammen.“

Besonders freuen sich Seitz wie Jirasek aber über die gute interkommunale Zusammenarbeit. Auch wenn das persönliche Verhältnis zwischen den handelnden Personen eigentlich immer schon recht gut gewesen sei. Diese enge Abstimmung sei aber auch wichtig, damit es angesichts der ohnehin schon unübersichtlichen Situation nicht zu zusätzlichen Verwirrung bei den Bürgerinnen und Bürgern komme.

Ziel: weitgehend gleiche Regelungen

Und so ist man sich von Hochheim bis Eschborn einig darüber, dass - soweit es irgendwie geht - gleiche Regelungen getroffen werden: Wie gehe ich mit der Gewerbesteuer um? Welche Dienstleistungen der Verwaltungen werden aufrechterhalten, welche werden eingestellt? Bleiben die kommunalen Abfallsammelstellen geöffnet und wie gehen wir gemeinsam mit den Kinderbetreuungsgebühren um? Bei dem letzten Punkt haben sich die Städte und Gemeinde gemeinschaftlich an das Land Hessen gewendet mit dem Ziel, eine landesweit einheitliche Lösung zu finden. „Es gibt derzeit Vieles zu regeln – auch außerhalb des üblichen Protokolls“, beschreibt Hofheims Bürgermeister Christian Vogt die derzeitige Situation und Liederbachs Bürgermeisterin Eva Söllner ergänzt: “Es müssen pragmatische und schnelle Entscheidungen getroffen werden.“

Positiv getestete Kollegen

Auch die Situation, dass es unter den Bürgermeistern auch selbst positiv getestete Kollegen gibt und einige aus der Quarantäne heraus ihre Kommune führen, schweißt noch enger zusammen. „Dabei haben wir trotz der ernsten Lage auch unseren Humor nicht verloren“, erzählt die Bürgermeisterin von Schwalbach, Christiane Augsburger. In einem Punkt sind sich alle ganz besonders einig: „Wir haben alle die Hoffnung, dass all das, was wir derzeit unseren Bürgerinnen und Bürgern an Einschränkungen zumuten müssen, letztlich erfolgreich ist und die Ausbreitungswelle des Corona-Virus stark abgeflacht werden kann.“ Und ein Dank darf nicht fehlen: „Wir bedanken uns bei all denjenigen, die derzeit dazu beitragen, dass unser System funktioniert und die Versorgung organisiert werden kann. Und wir bedanken uns bei den Bürgerinnen und Bürgern für ihr Verständnis und ihre tatkräftige Mithilfe in dieser Krise.“    

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