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DAS passiert in Kriftel

Adventsmarkt gut besucht

Trotz Regens viele Besucher und gute Umsätze

„Von drauß‘ vom Walde komm ich her, ich muss euch sagen, es regnet gar sehr“, so die humorig-ironische Ansprache des Weihnachtsmanns zur Eröffnung des Krifteler Adventsmarktes am Sonntagmorgen um 11 Uhr. Und in der Tat: Es schüttete nicht schlecht aus dunkelgrauen Wolken. Von Glück sagen konnten diejenigen, die Zuflucht unter Schirmen fanden oder die Augen schlossen und sich die nasse himmlische Substanz als Schneeflocken vorstellten.

Bürgermeister Christian Seitz begrüßte unverdrossen die sonntäglichen „Frühaufsteher“,  nicht ohne die eine oder andere trockene Bemerkung über Frau Holle und Herrn Petrus vom Stapel zu lassen: „Danke, für diesen Regen haben wir monatelang gebetet.“ Danach blies die Blaskapelle Bremthal gegen das Wetter an. Auch der Erste Beigeordnete Franz Jirasek mit Bodo Knopf, dem Vorsitzenden des Vereinsrings, der den Markt organisiert, waren mit Regenschirm bewaffnet gekommen. Da war die Schirmherrschaft komplett. Wenn schon auf Petrus Gnaden kein Verlass war, die obligatorische Runde „von Kirche zu Kirche“ ließen sich die Herren Seitz, Jirasek und Knopf samt Weihnachtsmann und Apfeltüte nicht nehmen. 

Eine runde Sache

Und da ging es auch in diesem Jahr wieder rund: Rein in den Markt mit rund 70 Ständen und Buden, dem schönen Retro-Kinderkarussell aus der guten alten Zeit, den Weihnachtsengeln mit den Losen und dem „Kinder Adventsmarkt“ der Kitas im Kinderweihnachtsdorf. Weihnachtliche Freude kam bei der besinnlichen Adventsmusik in St. Vitus und in der Kirche der Evangelischen Auferstehungsgemeinde auf, und das Café Vogelnest bot vielen Menschen nicht nur innere Einkehr, sondern auch warme Getränke und mehr. Im Gemeindesaal von St. Vitus machte der Basar gute Geschäfte. Den Erlös können sie gut gebrauchen: Er kommt dieses Jahr dem Projekt des Claretiner-Ordens zugute, um in dem Katastrophengebiet Vythiri im Süden Indiens den dortigen Flutopfern zu helfen.

Künstlerische Premiere

Eine gelungene Premiere feierte in diesem Jahr die „Künstlermeile“ unter dem Vorsitz von Heike Wölfel. Erstmals persönlich von Bodo Knopf eingeladen, freute sie sich als echtes  „Krifteler Mädsche“ über die erfreuliche Resonanz ihrer Stände. Kreative Holzarbeiten, Glasbläsereien, Aquarelle sowie künstlerische Exponate aus Beton und Stein zogen die Besucher an, die locker und entspannt miteinander ins Gespräch kamen. Wer danach Lust auf Deftiges oder Süßes verspürte, wurde nebenan fündig: Schülerinnen und Schüler der neunten Klassen verkauften an den Ständen der Weingartenschule ein leckeres Süppchen und feingesponnene Zuckerwatte.

Mit vereinten Kräften

Auch die Krifteler Vereine haben sich in dieser Saison wieder einmal viel Mühe bei dem vorweihnachtlichen Stelldichein gegeben. Das konnte man schon  an ihren Verkaufsständen festmachen: Die Handballer verlosten wieder Weihnachtsgänse und boten zudem leckere Bethmännchen an, der Liederkranz Kriftel hatte Gebäck im Gepäck, Mitglieder der DLRG verkauften passenderweise Fischbrötchen, die KGB (Abkürzung für Krifteler Gaudi Burschen) servierten mit witzigen russischen Pseudopelzmützen auf den Köpfen ihre schmackhaften KG-Burger. Da durfte der Krifteler Karneval Klub (KKK) nicht fehlen: Seine Mitglieder gaben Eintrittskarten für die kommenden Karnevalssitzungen in den Schwarzbachhallen an interessierte Schunkler. Und oder zwei heiße Äppler, traditionell im Obsthof an der Kirche ausgeschenkt, wärmten nicht nur die Herzen.

Miteinander mit Musik

Musik macht gute Laune und daher gab es auf dem Adventsmarkt in guter Tradition auch einiges auf die Ohren. Die "Krifteler Adventsmusik" - eine mehrstündige Darbietung in der St. Vitus-Kirche mit Liedern und Instrumentalmusik, dargeboten von mehreren Solisten und Chören - erfreute sich wieder großer Beliebtheit. Bei freiem Eintritt fanden hier nach Ruhe und Besinnlichkeit strebende Besucher eine wohlklingende Ergänzung zum Markttreiben in der Ortsmitte. Los ging es mit weihnachtlichen Klängen von Frank Sinatra, Leonard Cohen und Bing Crosby, dargeboten von Akteuren des Gesangsstudios Vollmert. Danach folgten die Voces Feminarum unter der Leitung von Kristel Neitsov-Mauer und die Vitus Gospel Voices unter Leitung von Andreas Winckler. Pfarrer Helmut Gros leitete eine „musikalische Meditation“ ein und zum Abschluss boten gleich drei Chöre vom Gesangverein Liederkranz - die ChoryFeen, der Männerchor und Quintessenz - beeindruckende vorweihnachtliche Chormusik.

Gut angenommen – als der Himmel sich zwischendurch mal lichtete - wurde auch das zwischen den Buden auf der Bühne angebotene Live-Programm. Die kleinsten Zuschauer kamen bei der Kinderaufführung „Weihnachten beim großen Bo und dem kleinen Pizzico“ in der evangelischen Kirche in fröhliche Stimmung.

Ende gut, alles gut

Gott sei Dank hat sich dann das Wetter im Laufe des Tages doch gebessert und merklich aufgehellt. Und so konnte Bodo Knopf am Ende positiv gestimmt resümieren: „Um die 8000 Besucher, zufriedene Aussteller, gute Umsätze und ein schönes Abschiedskonzert am Abend sprechen für sich!“ Ein besonderer Dank ging von ihm an alle unermüdlichen Helfer, ohne die so ein Event nun einmal nicht möglich sei. So war es eben schlussendlich doch „ein einzigartiger Markt mit vielen örtlichen Bezügen“. Ganz nach Wunsch der vielen Besucher, die auch in diesem Jahr am ersten Advent wieder ihren Weg zu den Festivitäten in die Obstbaugemeinde gefunden hatten. Alexander van de Loo

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