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68 Wohnungen am Bahnhof

Aus den Ausschüssen: Auf dem ROWG-Gelände sollen 68 Wohnungen entstehen

Wie wird das das knapp 6.000 Quadratmeter große ROWG-Areal am Bahnhof bebaut? Diese Frage interessiert viele Krifteler. Das wurde am Montagabend in der Sitzung des Planungsausschusses deutlich: Im Rahmen des Tagesordnungspunktes 1 stellten Patrick März und Reinhold Christmann von der Kelkheimer Projektgesellschaft Horn gemeinsam mit ihrem Architekten Alexander Kaloudis von monogruen anhand von Skizzen, Animationen und eines 3-D-Modells nicht nur den Mandatsträgern, sondern auch etwa 30 interessierten Bürgern ihre Planungen für eine Wohnbebauung ihres Grundstücks vor. „Die Reaktionen waren durchweg positiv“, so der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. „Die Pläne sind gut angekommen.“

Im Vorfeld hatte die Projektgesellschaft Horn bereits mehrere Gespräche mit der Verwaltung geführt, um zunächst die Vorstellungen und Überlegungen für eine zukünftige Bebauung auf dem Gelände auszutauschen. In den Gesprächen waren erste Vorstellungen zur städtebaulichen Einfügung, der baulichen Ausnutzung, der verkehrlichen Anbindung, der öffentlichen Stellplatzsituation, dem Lärmschutz und den ökologischen Anforderungen erörtert und durch die Verwaltung Anregungen und Hinweise aus fachlicher Sicht gegeben worden. „Anregungen und Hinweise aus den Reihen der Gemeindevertreter nach Vorstellung des Modells und der konkreten Planungen sollen nun in die endgültige Fassung des Bebauungskonzepts mit einfließen“, so Jirasek. Dann wird abschließend von der Gemeindevertretung über die Pläne beraten.

Barrierefreie Wohnungen für Familien und Senioren

Entstehen sollen 68 Wohnungen mit zwei, drei und vier Zimmern verteilt auf fünf Gebäudekomplexe – vorrangig für Familien und Senioren. Alle Wohnungen sollen barrierefrei errichtet werden. Die Gebäudehöhen orientieren sich an der umgebenden Bebauung und sehen drei Vollgeschosse zuzüglich eines Staffelgeschosses vor. Zwei L-förmige Komplexe, die zwei Innenhöfe umschließen, sollen Raum für Begegnung bieten. Der bestehende parkähnliche Streifen zu den Gleisen hin mit den großen Kastanien bleibt bestehen, auch als Sicht- und ein Lärmpuffer. Die Schlafräume sollen zur lärmabgewandten Seite liegen und zur Bahn hin werden Schallschutzfenster eingebaut.

Installiert wird eine Photovoltaikanlage, ein eigenes Blockheizkraftwerk, außerdem werden die Dächer begrünt. 92 Stellplätze sind in der Tiefgarage vorgesehen, alle Wohnungen mit dem Aufzug zu erreichen. Zehn Parkplätze sind auf dem Gelände geplant. Zudem gibt es Fahrradabstellplätze und einen öffentlichen Spielplatz. Alle Wohnungen sollen als Eigentumswohnungen verkauft werden. Mit dem Bau könnte frühestens Ende 2019 begonnen werden.

Jiraek: „Nun ist  rechtlich zu prüfen, inwieweit Bauplanungsrecht  für das Projekt geschaffen werden kann. Darüber hinaus werden wir mit der Projektgesellschaft Horn Gespräche über die durch die Bebauung ausgelösten Belastungen für die Gemeinden - wie zusätzliche Kitaplätze - und einen anteiligen Ausgleich durch einen Infrastrukturbeitrag führen.“

Bild: Projektgesellschaft Horn

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