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Internationales Jugendtreffen - Staatsminister Axel Wintermeyer: „Ihr seid Europas Zukunft“

13.07.2017

2016 fand die Premiere statt, damals in Kreisau/Polen. Zurzeit findet das „trilaterale Jugendtreffen 2017“ für Jugendliche der drei befreundeten Gemeinden Kriftel, Airaines/Frankreich und Pilawa Gorna/Polen in Deutschland, und zwar im Schullandheim Wegscheide in Bad Orb, statt. Am 9. Juli ging es los, es läuft noch bis zum 15. Juli. Aus jeder Gemeinde/Stadt nehmen zehn Schüler zwischen 12 und 16 Jahren teil. Organisatoren sind die Partnerschaftsvereine aus Airaines und Kriftel und die Gemeinde Pilawa Gorna, die zukünftig auch Partnerstadt Kriftels werden soll.

Am Dienstag wurden die Jugendlichen mit ihren Betreuern und „Hauptorganisator“ Bodo Knopf im Krifteler Rathaus empfangen. Nach einer Begrüßung durch Bürgermeister Christian Seitz, Fotoshootings vor der Europaflagge im Foyer des Rat- und Bürgerhauses und dem Eintrag ins Goldene Buch Kriftels wartete ein weiteres Highlight: Staatsminister Axel Wintermeyer war – kurz zuvor aus dem Urlaub zurückgekehrt – eigens nach Kriftel gekommen, um die Jugendlichen zu begrüßen und ihre Fragen zu Hessen und Europa zu beantworten.

Jedes Wort wurde perfekt übersetzt: ins Französische von Joelle Wielpütz und ins Polnische von Joanna Bernsen, beide Vorstandsmitglieder des Krifteler Partnerschaftsvereins. Am Ende gab es viel Applaus. Und der war nicht nur höflich, sondern begeistert: Denn Wintermeyer übergab den Partnerschaftsvereinen einen 500-Euro-Check. Kriftels Bürgermeister Seitz strahlte: „So kann es auch nächstes Jahr ein Jugendtreffen geben!“ Kleine Hessenlöwen als Schlüsselanhänger begeisterten die Kids.

Seitz: „Freunde führen keine Kriege“

Christian Seitz betonte in seiner Begrüßung, wie wichtig für ihn und die Zukunft Europas solche Begegnungen sind. Er sprach die Jugendlichen direkt an: „Wir wünschen uns, das ihr Europa lebt, dass ihr Freundschaften schließt und den europäischen Gedanken weiterführt. Denn Freunde führen keine Kriege!“

Staatsminister Axel Wintermeyer erzählte von seinem Frankreich-Urlaub und dem Luxus, in Europa unbeschwert Grenzen zu passieren. Wichtig sei es, Europa zu erhalten: besonders den Frieden, die Freiheit und die „Kraft Europas“ und damit seine Handlungsfähigkeit. „Europa hat nur Bestand, wenn die einzelnen Nationen eng zusammenarbeiten“, so Wintermeyer. Der europäische Gedanke sei der Grund, warum es in diesem Teil der Welt schon seit 72 Jahren Frieden gebe. „Das ist auf der Welt nicht selbstverständlich. Das wird uns täglich klar, wenn wir das Fernsehen anschalten und die Nachrichten schauen.“ Er rief die Jugendlichen dazu auf, dankbar für den Frieden zu sein und sich „aktiv für Europa und den Frieden einzusetzen“.

Bodo Knopf hat ein buntes Programm für die Woche erarbeitet, unterstützt von Alexander Mai, Lehrer an der Konrad-Adenauer-Schule: Neben einem umfangreichen Freizeitangebot wie Sport, Tischtennis, Billard, Lagefeuer und Disco und mehreren Ausflügen gibt es auch Workshops mit den Jugendlichen, damit sich die Teilnehmer besser kennenlernen, Gedanken austauschen und kulturelle wie sprachliche Barrieren überwinden können Knopf freut sich, dass die Kids auch dieses Mal schnell Kontakte geknüpft haben: „ Schon der Erfolg des ersten Jugendtreffens im vergangenen Jahr in Polen war überwältigend.“ Nächstes Jahr findet das 3. Internationale Jugendtreffen in Airaines statt.