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Neue Dog-Station gegenüber der Tierklinik

16.03.2017

„Liebe Spaziergänger, Sie betreten ein Gebiet, in dem Qualitätsobst angebaut wird und in dem Wildtiere leben. Hunde sind an der Leine zu führen. Der Gemeindevorstand der Gemeinde Kriftel“ – so ist auf sechs großen Feldbannern zu lesen, die von der Gemeinde vor allem auf den Zuwegen ins Krifteler Hochfeld angebracht wurden. Im vergangenen Jahr kam ein Banner neu schräg gegenüber der damals gerade entstehenden Hofheimer Tierklinik (in Höhe der Feuerwehr) dazu. „Hier sind künftig sicher mehr Hundehalter unterwegs“, sagte damals der Erste Beigeordnete Franz Jirasek. Auch ein weiterer Tütenspender zum Beseitigen des Hundekotes wurde vorausschauend an dieser Stelle plus Mülleimer installiert.

Ängste frühzeitig nehmen

Das ist ganz im Sinne der Leitung der im August 2016 eröffneten, stark frequentierten Tierklinik. Auch hier möchte man Ärger vorbeugen: Neurologe Dr. Thilo von Klopmann wandte sich daher vor kurzem an das Krifteler Rathaus, mit der Bitte, eine weitere „Dog-Station“ direkt gegenüber der Klinik anzubringen. Auch hier führt ein Weg ins Krifteler Feld. „Wir möchten, bevor es Beschwerden gibt, bereits tätig werden. Uns ist eine gute Nachbarschaft wichtig“, so der Neurologe, der jetzt seine beiden Hunde mit zum Ortstermin mit dem Ersten Beigeordneten brachte (siehe Foto). „Dazu zählt es auch, Hundehalter dafür zu sensibilisieren, dass auf den Flächen Lebensmittel angebaut werden“, betont der Arzt.

Denn eines ist klar: Vor oder nach dem Arzt- oder OP-Termin lassen die Hundehalter ihr Tier noch einmal schnell sein Geschäft machen. Pro Tag, so überschlägt Dr. von Klopmann, werden etwa 150 „Patienten“ behandelt. Ein Teil davon sind allerdings Katzen, die nicht Gassi geführt werden. Dass das „große Geschäft“ in der Tüte im Mülleimer landen soll, darauf weisen auch auf der Parkfläche und im Eingangsbereich der Klinik überall Schilder hin.

Auf Hofheimer Gemarkung

Obwohl die Stelle, an der die Dog-Station jetzt an einem Straßenschild montiert wurde, noch auf Hofheimer Gemarkung liegt, hat Franz Jirasek die Bitte der Klinik gleich unterstützt. „Wir haben uns mit den Verantwortlichen im Hofheimer Rathaus natürlich abgestimmt“, sagt er. Denn in Hofheim gibt es im gesamten Stadtgebiet keine Dog-Stationen. „In Kriftel dagegen überall, insbesondere in den Park- und Grünanlagen und überall dort, wo die Hundehalter mit ihrem Tier in die freie Feldgemarkung gehen“, so der Erste Beigeordnete. Denn:  „Immer wieder kommt es zu Konflikten zwischen Joggern, Radfahrern und Spaziergängern, aber auch den Hundehaltern und den Landwirten. Denn letztere bauen Qualitätsobst an, dass verzehrt wird und von dessen Verkauf sie leben.“ Zu Kriftels Logo gehöre nach wie vor der Slogan „Obstgarten des Vordertaunus“. Nicht nur bei der Arbeit störe es, wenn man andauernd in Hundekot trete, wissen die Obstbauern aus eigener Erfahrung, auch aus hygienischen Gründen müssen die Hunde den Feldern fernbleiben. Wer möchte schließlich verunreinigte Erdbeeren essen?

Im Falle der neuen Dog-Station hat die Tierklinik sich bereit erklärt, die Kosten für die Dog-Station und den Müllbehälter zu übernehmen. Die Gemeinde Kriftel sorgt mit ihren Mitarbeitern vom Bauhof künftig dafür, dass der Mülleimer regelmäßig geleert und die Station mit frischen Tüten bestückt wird.