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Kirchen in Kriftel
St. Vitus
St. Vitus steht auf der ältesten Kirche des Orts, von der sich ein Grundstein mit der Einmeißelung der Jahreszahl 1008 fand. Diese frühere viel kleinere Kirche soll die auch die älteste in der Region gewesen sein. Nach einem Großbrand im Jahre 1671, dem weite Teile Kriftels zum Opfer fielen, wurde das Bauwerk zwar wieder hergerichtet, danach aber über lange Zeit nicht mehr renoviert.
Im 19. Jahrhundert war die alte Kirche viel zu klein geworden und in einem baulich sehr schlechten Zustand. 1865 wurde ihr Abriss und ein größerer Kirchenneubau am gleichen Platz genehmigt. Dieser wurde 1868 fertiggestellt.
In den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts ist die Kirche innen restauriert, saniert und neu angestrichen worden. Alte Wandbemalungen wurden dabei teilweise wieder freigelegt.
Im unmittelbaren Umfeld der St. Vitus-Kirche ist mit Kirchplatz, Gemeindehaus sowie der Einrichtung „Familienoase“ ein modernes christliches Zentrum entstanden. Kirchenkonzerte in St. Vitus zu Ostern, Pfingsten und im Advent gehören zu den kulturellen Höhepunkten von Kriftel und dem Kreis.
Evangelische Auferstehungskirche
Bis Ende des 19. Jahrhunderts war Kriftel eine fast rein katholische Gemeinde. 1937 gab es etwa 500 evangelische Christen im Ort. Durch den Zuzug von Heimatvertriebenen und Ausgebombten nach dem Zweiten Weltkrieg stieg ihre Zahl rasch an. Erste Gottesdienste wurden in einem Schulsaal abgehalten.
1951 wurde der Bau eines evangelischen Gotteshauses in Kriftel beschlossen. Die Auferstehungskirche wurde 1952/1953 erbaut. Bis 1970 hieß sie Gustav-Adolf-Kirche. Das Bauwerk steht auf dem Gelände des früheren Krifteler Friedhofs.
Der evangelische Kindergarten wurde 1965 und das Gemeindezentrum 1973 eingeweiht, das Gemeindehaus im Jahre 2000.



