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Chronologie Kriftels

72 /73 n.Chr.    
Errichtung eines römischen Steinkastels an der Stelle, wo sich heute das Kreishaus in Hofheim befindet. An der Krifteler Gemarkungsgrenze befand sich das römisch-germanische Lagerdorf. Bereits 1841 entdeckt, wurden dort seither immer wieder Grabungen vorgenommen und zahlreiche Funde gemacht.

260    
Die Römer verlassen unser Gebiet nach mehreren Kriegen gegen Alemannen und Franken.

754    
Die Leiche des Hl. Bonifatius wird in einem Trauerzug von Mainz nach Fulda gebracht. In Kriftel wurde damals eine Nachtruhe eingelegt. Zur Erinnerung errichteten die Krifteler immer wieder Bonifatius-Kapellen (erstmals 1277 nachweisbar). Ein Basaltkreuz am Lindenplatz – genannt das Bonifatiuskreuz – soll jenes sein, welches die Übernachtungsstelle vor Errichtung der ersten Kapelle gekennzeichnet hätte.

780 - 802    
Erste urkundliche Erwähnung Kriftels anläßlich einer Schenkung an das Kloster Fulda in der Amtszeit des Abtes Baugulf.

1277         
Werner von Falkenstein stiftet einen Vergleich zwischen den Dorfbewohnern und dem Kloster Retters.

1389        
Die Pfarrei Kriftel wird dem Mainzer Stift Mariengreden (Liebfrauen) übergeben.

1400        
Kriftel gerät unter den Einfluß der Kurfürsten von Mainz.

1483 
       
Das Amt Hofheim, wozu auch Kriftel zählt, wird gegen 20.000 Gulden an
Eppstein-Königstein und in Erbfolge an die Grafen von Stolberg verpfändet.

1540        
Die Reformation wird eingeführt.

1559        
Das Kurfürstentum Mainz löst die Pfandschaft wieder ein und führt die
Einwohner zum katholischen Glauben zurück.

1618 - 1648
    
Der 30jährige Krieg tobt. Eine Zeit schlimmer Verwüstungen und
Zerstörungen, die insbesondere im Jahre 1635 ihre Spuren in unserer Gemeinde hinterlassen hat. In diesem Jahr wird der 73 Jahre alte Krifteler Pfarrer Johann Wagner von den Schweden aufgehängt.

1649        
Nach dem 30jährigen Krieg werden in Kriftel nur noch 13 Haushalte gezählt.

1671  
     
In der Scheune des Schultheißen Johann Ohaus bricht am 6. März Feuer aus
und zerstört in wenigen Stunden den ganzen Ort. Nur das Pfarrhaus, drei
weitere Häuser und Teile der Kirche überstehen den Brand.

1713  
       
Kriftel erhält ein eigenes Gericht (niedere Gerichtsbarkeit) und ein Siegel.

1792        
Französische Revolutionssoldaten besetzen die Gegend zwischen Mainz und
Frankfurt. Am 11. November wird in Kriftel ein Freiheitsbaum errichtet.

1803       
Die geistlichen Besitztümer werden aufgelöst und weltlichen Fürsten
zugesprochen. Auch das Erzbistum Mainz ereilt dieses Schicksal, und für Kriftel geht eine lange Geschichtsepoche zu Ende. Die rechtsrheinischen ehemals Kurmainzer Gebiete werden dem Herzogtum Nassau einverleibt.

1848   
In Kriftel bildet sich ein demokratischer Verein. Im Januar 1849 erfolgt der Zusammenschluss mehrerer Ortsvereine zum Taunusdemokratenverein mit mehr als 300 Mitgliedern.

1865 - 1868     
Nach Abriß der alten Kirche (Grundstein von 1008) wird auf dem gleichen
Platz die heutige katholische Kirche errichtet.

1866
        
Das Herzogtum Nassau fällt an Preußen.

1877  
 
Nach Fertigstellung der Bahnstrecke von Höchst nach Idstein hält erstmals am 15. Oktober ein Zug am Bahnhof in Kriftel.

1914 - 1918  
 
Im 1. Weltkrieg hat Kriftel 59 Gefallene zu beklagen.

1918 - 1930    
Französische Besatzungszeit.

1939 - 1945
    
145 Krifteler sterben im 2. Weltkrieg.

1953         
Einweihung der evangelischen Kirche.

1961        
Fertigstellung des Rat- und Bürgerhauses.

1973        
Eröffnung der Schwarzbachhallen

1974        
Kriftel wehrt sich erfolgreich gegen die drohende Eingemeindung nach Hofheim.

1981        
Kriftel und das französische Araines werden Partnerstädte. Am 30. Mai
unterzeichnen Bürgermeister Hans-Werner Börs und sein französischer
Amtskollege Jean Vérité in Kriftel die Urkunde.

1989
        
Kriftel zählt 10.000 Einwohner.

1990    
Die Gemeinde feiert ihr 1200jähriges Bestehen.

2004    

Eröffnung der Bonifatius-Route. In Kriftel werden vier Informationstafeln an Plätzen aufgestellt, die mit Bonifatius in Verbindung gebracht werden